Handball
Trierer Handball-«Miezen» bleiben doch erstklassig

Die Insolvenz und der Rückzug des Frankfurter HC hatte in der Handball-Bundesliga der Frauen für Entsetzen gesorgt. Erst sah es so aus, als ob nur elf statt zwölf Teams die deutsche Eliteklasse bilden. Aber Absteiger Trier darf nun zurück ins Oberhaus.

Sonntag, 21.07.2013, 17:39 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 21.07.2013, 17:34 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 21.07.2013, 17:39 Uhr

Trier (dpa) - Die Handballerinnen des DJK/MJC Trier bleiben in der Bundesliga. Die «Miezen» profitieren von der Insolvenz des Frankfurter HC und nehmen als bester Absteiger den freiwerdenden Platz des Meisters von 2004 ein, teilten Club und Liga-Verband mit.

«Nach Abwägung aller denkbaren Optionen und nochmaliger Prüfung der wirtschaftlichen Gegebenheiten in Trier erschien dies unter den verbleibenden Möglichkeiten die sportlich vernünftigste Lösung», teilte Berndt Dugall als Vorsitzender der Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) in einer Presseerklärung mit.

Der Weg für das Nachrücken Triers war juristisch dadurch frei geworden, dass Frankfurt (Oder) im Lizenzverfahren wesentliche und bereits zum Zeitpunkt der Antragstellung bekannte Risiken nicht offenlegte. «Wäre dies geschehen, hätte die Mannschaft die Lizenz von Anfang an nicht erhalten», erklärte Dugall.

Einfluss auf diese Entscheidung hatte auch ein Mitgliederbeschluss vom Juni. Da hatten die HBF-Mitglieder beschlossen, nach der Saison 2013/14 nur eine Mannschaft absteigen zu lassen und die Ligastärke dann auf 14 Vereine zu erhöhen. Ohne den jetzigen Nachzug eines Teams hätte es aber keinen sportlichen Bundesliga-Absteiger gegeben.

Trier muss bis Ende Juli bestimmte Auflagen erfüllen. Dazu zählt die Aufstockung der Bürgschaft von 30 000 auf 50 000 Euro. Trier will die unerwartete Chance nutzen. «Wir haben 13 Jahre Erfahrung in der ersten Liga und wissen genau, was auf uns zukommt. Wir haben die Mannschaft vom letzten Jahr weiterentwickeln und verstärken können»», sagte Vorstandsmitglied Jürgen Brech.

Auch wirtschaftlich soll es keine Probleme geben. «Wir werden jetzt natürlich noch einmal mit unseren Sponsoren sprechen. Wenn wir die passende Spielerin finden und die wirtschaftlichen Voraussetzungen stimmen, dann werden wir uns noch einmal verstärken», meinte Brech. In der 2. Bundesliga werden nun nur 15 statt wie geplant 16 Teams spielen.

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