Champions League
Flensburgs Handballer träumen vom Finalturnier in Köln

Im Hinspiel gegen Montpellier soll der Grundstein zum zweiten Erreichen des Champions-League-Finalturniers gelegt werden. Auch der THW Kiel will in die Domstadt, empfängt zuvor aber noch die Füchse Berlin.

Dienstag, 17.04.2018, 12:04 Uhr

Flensburgs Trainer Maik Machulla warnt vor Montpellier.
Flensburgs Trainer Maik Machulla warnt vor Montpellier. Foto: Axel Heimken

Flensburg (dpa) - Über Südfrankreich nach Köln. Auf diesem Weg wollen die Handballer der SG Flensburg-Handewitt am Mittwoch den ersten Schritt machen. Am 26. und 27. Mai findet in der Domstadt das Finalturnier der Champions League statt.

Und für SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke steht schon vor dem Viertelfinal-Hinspiel gegen den französischen Club Montpellier AHB fest: «Das ist eine hammerharte Aufgabe, aber unser Ziel ist klar und besteht nur aus vier Buchstaben: Köln.»

Für die Norddeutschen wäre es die zweite Teilnahme nach 2014, bei der sie sich gleich die europäische Krone aufgesetzt hatten. Vor der Reise an den Rhein wartet mit Montpellier aber eine schwierige Aufgabe. Die Franzosen führen vor dem Starensemble von Paris Saint-Germain um den deutschen Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer die nationale Meisterschaft an, und im Achtelfinale warf die Mannschaft von Trainer Patrice Canayer den Champions-League-Rekordsieger FC Barcelona aus dem Rennen.

«Das hat mich überzeugt», zollte SG-Coach Maik Machulla dem Gegner Respekt. «Selbst eine Schwächephase hat Montpellier gut weggesteckt. Wir müssen uns auf 120 sehr physische Minuten einstellen, da wir auf eine sehr robuste Abwehr treffen werden», sagte Machulla im Norddeutschen Rundfunk.

Gegen Montpellier, das 2003 als bislang einziger französischer Club die Champions League gewonnen hat, haben die Flensburger in der Vergangenheit schon häufiger gespielt. So hatte die SG 2005 das Viertelfinale in Südfrankreich 22:36 verloren, führte im Rückspiel kurz vor dem Abpfiff jedoch 32:18. Mit einem direkt verwandelten Freiwurf zum 19:32 kam Montpellier aber doch noch weiter. Schon damals saß Canayer auf der Trainerbank der Franzosen. Der 57-Jährige ist bereits seit 1994 im Amt.

Am Mittwoch will die SG in der Flens-Arena den Grundstein für das Weiterkommen legen. «Gemeinsam mit den Fans werden wir alles in die Waagschale werfen», kündigte Schmäschke an. Und Abwehrchef Tobias Karlsson versprach: «Die Mannschaft wird sich zerreißen.» Das Rückspiel findet am 29. April in Montpellier statt.

Der THW Kiel bestreitet sein Viertelfinal-Hinspiel gegen den Titelverteidiger Vardar Skopje aus Mazedonien erst am Sonntag. Untätig sind die Zebras aber unter der Woche nicht. Am Donnerstag steht mit dem Heimspiel gegen die Füchse Berlin eine wichtige Bundesliga-Partie auf dem Programm. «Natürlich hat man Vardar schon im Kopf, aber der Fokus liegt auf Berlin», sagte der THW-Sportchef Viktor Szilagyi der Deutschen Presse-Agentur. Mit einem Sieg über den Hauptstadtclub wären die Kieler wieder im Rennen um einen Startplatz zumindest im EHF-Pokal.

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