Handball: 2. Bundesliga
Es hakt mächtig in der Offensive des TV Emsdetten

Emsdetten -

Alles sollte anders und vor allem noch besser werden beim TV Emsdetten. Doch die Umbauarbeiten tragen bisher keine Früchte. Der Zweitligist ist nach fünf Partien sieglos und Vorletzter, vor allem die Wurfquote im Angriff ist miserabel.

Mittwoch, 25.09.2019, 11:40 Uhr aktualisiert: 27.09.2019, 23:38 Uhr
Gewohntes Bild: Nach vier der fünf ersten Saisonspiele schlichen die Emsdettener enttäuscht vom Feld.
Gewohntes Bild: Nach vier der fünf ersten Saisonspiele schlichen die Emsdettener enttäuscht vom Feld. Foto: Thomas Strack

22 – 19 –25 – 22 – 17: Diese Zahlen machen das aktuelle Problem des Handball-Zweitligisten TV Emsdetten deutlich. Es handelt sich um die Anzahl der Tore, die das Team in den ersten fünf Saisonspielen geworfen hat. Die Folge: Vier dieser fünf Partien hat die Mannschaft von Trainer Daniel Kubes verloren, steht daher auf dem 17. und zweitletzten Rang – einem Abstiegsplatz.

„Das ist kein guter Start, das hatten wir uns anders vorgestellt“, sagt Kubes. Waren beim 22:26 in Coburg, dem 19:26 gegen den TuS N-Lübbecke und dem 22:23 gegen Ferndorf – dazwischen gab es mit 25:18 bei Aufsteiger Krefeld den bisher einzigen TVE-Sieg – „die Resultate enttäuschend, so war es im letzten Spiel auch die Art und Weise, wie wir gespielt haben“, sagt Kubes mit Blick auf das derbe 17:29 (5:13) beim Spitzenreiter ASV Hamm-Westfalen. 14:31 Minuten waren bereits gespielt, als Marcel Schliedermann den ersten Treffer für die Emsdettener erzielte – es war das 1:8.

Wo liegen die Gründe für den Fehlstart? Beim TVE gab es im Vorfeld der Saison 2019/20 einen enormen Umbruch: Sechs Spieler verließen den Club, darunter Leistungsträger wie Merten Krings, Marten Franke (beide Hamm), Janko Bozovic (Gummersbach) und André Kropp (Karriereende). Sieben Neue kamen, darunter mit Sören Kress (Hagen), Johannes Wasielewski (Dessau) und Schliedermann (Eisenach) ein Trio, das in der Schaltzentrale des Spiels, dem Rückraum, für frischen Wind sorgen sollte.

Nicht nur im Kader änderte sich viel. Neues Athletik-Training, ein Teambuilding-Trainingslager im Sauerland, mehr Testspiele – der TVE ging in vielen Bereichen andere Wege. In der Vorbereitung überzeugte das Team durchaus. Vor allem beim einzigen Testspiel vor den heimischen Fans glänzte die Kubes-Truppe, warf Erstliga-Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen mit 32:26 aus der Ems-Halle. Die gut 1000 Zuschauer waren sich hernach einig: „Das wird etwas mit dem neuen TVE.“

Doch mit Beginn der Meisterschaft war das Team nicht mehr in der Lage, dieses Potenzial – vor allem im Angriff – abzurufen. Chancen spielten sich die Emsdettener zwar genug heraus, doch immer wieder scheiterten sie an den Torhütern. Die Trefferquoten sind teils unterirdisch. „Ich kann die Dinger ja nicht selber reinwerfen“, klagt der Coach.

Kubes müht sich, seine Jungs „wieder aufzubauen“, ihnen Selbstvertrauen einzuflößen. „Wir können es uns nicht leisten, jetzt 14 Tage lang im Loch zu stecken. Am Sonntag gegen Dormagen muss der Kopf wieder oben sein.“

Dann muss der erste Heim- und zweite Saisonsieg für den Zweitligisten her. Sonst droht dem Projekt „neuer TVE“ das Scheitern.

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