Kommentar
Gemeckert wird immer

Ganz Sport-Deutschland scheint in diesen Tagen fasziniert zu sein von der Mannschaftssportart Nummer zwei. Handball zieht, Handball begeistert, Handball löst Emotionen aus. Das ist nicht zum ersten Mal so. 

Dienstag, 22.01.2019, 17:50 Uhr aktualisiert: 22.01.2019, 18:30 Uhr
Kommentar: Gemeckert wird immer
Deutschlands Martin Strobel liegt verletzt am Boden. Foto: Marius Becker/dpa

Erinnern wir uns an 2007 oder 2016, als der DHB zuletzt große Titel feierte. Strategisch clever finden die großen Turniere im Januar statt, wenn der Fußball noch nicht alle Aufmerksamkeit frisst. Die Spieler geben sich volksnah, freundlich, eloquent – und der sportliche Erfolg ist spätestens mit dem Halbfinaleinzug überwältigend. Das selbst formulierte Ziel ist erreicht. Thomas

Ganz Sport-Deutschland scheint in diesen Tagen fasziniert zu sein von der Mannschaftssportart Nummer zwei. Handball zieht, Handball begeistert, Handball löst Emotionen aus. Das ist nicht zum ersten Mal so. Erinnern wir uns an 2007 oder 2016, als der DHB zuletzt große Titel feierte. Strategisch clever finden die großen Turniere im Januar statt, wenn der Fußball noch nicht alle Aufmerksamkeit frisst. Die Spieler geben sich volksnah, freundlich, eloquent – und der sportliche Erfolg ist spätestens mit dem Halbfinaleinzug überwältigend. Das selbst formulierte Ziel ist erreicht.

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Thomas Rellmann genießt die WM sehr, nur der immer wieder kehrende Mark-Forster-Hit muss nicht sein. Foto: Gunnar A. Pier

Alles prima, alles Sahne. Könnte man meinen. Wer etwas Negatives über die Handballer und ihre WM hören möchte, wird sich auf der Straße und im Freundeskreis schwer damit tun. Doch wofür haben wir Twitter? Da haben sich schon vor dem ersten Anwurf die erklärten Gegner des Sports versammelt und machen alles madig, was man sich vorstellen kann. Zu brutal, zu temporeich, zu gehypt, zu viele Unterbrechungen. Besonders das Drumherum aber nervt die Meckerköppe in den sozialen Medien. Zu parteiische Hallensprecher, zu euphorisiertes Ballermann-Publikum, zu viele Klatschpappen. Darf man vielleicht so sehen. Aber ist ja auch keiner gezwungen zuzusehen.

Handball-WM Deutschland-Kroatien 22:21

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  • Deutschland jubelt, Kroatien am Boden: Mit einem 22:21-Sieg hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft den Einzug ins WM-Halbfinale perfekt gemacht. Kroatien dagegen hat keine Chance mehr auf den Titel.

    Foto: Marius Becker
  • Torwart Andreas Wolff (r.) umarmt Rückraumspieler Fabian Wiede, der zum Spieler des Spiels gewählt wurde.

    Foto: Marius Becker
  • 19.250 Zuschauer in der erneut vollen Lanxess Arena in Köln bejubeln – von den kroatischen Fans mal abgesehen – die deutsche Mannschaft.

    Foto: Federico Gambarini
  • Die Mannschaft von Trainer Christian Prokop ist durch den Sieg vorzeitig fürs WM-Halbfinale qualifiziert. Im letzten Hauptrunden-Spiel gegen Spanien (Mittwoch, 20.30 Uhr) können sie sich eine Niederlage erlauben.

    Foto: Marius Becker
  • Schockmoment: Früh im Spiel muss Deutschlands Spielmacher Martin Strobel verletzt raus.

    Foto: Federico Gambarini
  • Ohne große Gegnereinwirkung war der 32-Jährige umgeknickt und hat sich einen Kreuzbandriss und einen Innenbandriss im linken Knie zugezogen. Er fällt für den Rest des Turniers aus.

    Foto: Marius Becker
  • In der von Beginn an umkämpften Partie verdiente sich vor allem die erneut auf allerhöchstem Niveau agierende deutsche Defensive eine Bestnote.

    Foto: Federico Gambarini
  • Im Angriff haperte es dagegen. Deutschland leistete sich viele Fehlwürfe und scheiterte oft am starken kroatischen Torwart Marin Sego.

    Foto: Federico Gambarini
  • Das Spiel blieb lange Zeit ausgeglichen. Zur Pause stand es 11:11.

    Foto: Marius Becker
  • Dank zupackender Arbeit von Abwehrchef Patrick Wiencek und seinen Nebenmannen gelang es Deutschland, in der zweiten Halbzeit einen Vorsprung herauszuspielen.

    Foto: Federico Gambarini
  • Kroatiens Star Domagoj Duvnjak gelang gegen die starke deutsche Deckung nicht viel.

    Foto: Marius Becker
  • Auf der Gegenseite haperte es Mitte der zweiten Hälfte aber auch im deutschen Angriff.

    Foto: Federico Gambarini
  • Nach einer 18:15-Führung vergaben die Deutschen Chance um Chance.

    Foto: Marius Becker
  • Drei Minuten vor Schluss besorgte Igor Karacic die Führung für Kroatien: 20:19!

    Foto: Marius Becker
  • Doch Rückraum-Schütze Steffen Fäth glich postwendend aus.

    Foto: Federico Gambarini
  • Dann gelang Deutschlands Torwart Andreas Wolff eine seiner zahlreichen starken Paraden. Er leitete den Tempo-Gegenstoß ein, Hendrik Pekeler verwandelte:

    Foto: Marius Becker
  • Kroatiens Trainer Lino Cervar hadert mit einem Pfiff des Schiedsrichters: Der hatte ein Stürmerfoul der Kroaten gesehen, Ballbesitz Deutschland in der letzten Minute.

    Foto: Marius Becker
  • Und Uwe Gensheimer trifft zum 22:20 für Deutschland.

    Foto: Federico Gambarini
  • Kroatien gelingt noch der 21:22-Anschlusstreffer, doch dann ist Schluss.

    Foto: Marius Becker
  • Geschafft! Mit dem Sieg zieht Deutschland ins WM-Halbfinale ein.

    Foto: Federico Gambarini
  • Die Handballer genossen nach dem Sieg die Atmosphäre in der Kölner Arena. „Das war heute eine ganz harte Prüfung“, sagte Bundestrainer Prokop, „so eine Drucksituation zu bestehen, darauf bin ich unheimlich stolz.“

    Foto: Federico Gambarini
  • Das Halbfinale findet in Hamburg statt. Gegner am Freitag (20.30 Uhr, ARD) wird Dänemark, Schweden oder Norwegen sein.

    Foto: Federico Gambarini
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