Handball
Flensburg mit Kantersieg - Dritter Pokal-K.o. für HSV

Der HSV Hamburg ist im DHB-Pokal wieder früh gescheitert. Mit den Hanseaten schieden weitere fünf Handball-Bundesligisten aus in der ersten Runde aus. Cupverteidiger Flensburg-Handewitt erreichte das Achtelfinale ebenso wie vier Zweitliga-Teams.

Sonntag, 16.08.2015, 19:08 Uhr

Der HSV Hamburg ist in der ersten Pokalrunde am Zweitligisten HSG Nordhorn gescheitert.
Der HSV Hamburg ist in der ersten Pokalrunde am Zweitligisten HSG Nordhorn gescheitert. Foto: Malte Christians

Leipzig (dpa) - Cupverteidiger SG Flensburg-Handewitt ist locker ins Achtelfinale um den DHB-Pokal gestürmt. Den HSV Hamburg , den TBV Lemgo und die HSG Wetzlar sowie die drei Aufsteiger ereilte dagegen der Erstrunden-K.o.

Eine Woche vor dem Start der Handball-Bundesliga traf es die Hamburger am Sonntag besonders hart: Durch das 29:30 (25:25, 13:11) nach Verlängerung beim Zweitligisten HSG Nordhorn ist der zweimalige Pokalsieger zum dritten Mal in Serie in der ersten Runde ausgeschieden.

Angeführt von Nordhorn haben in TSV GWD Minden, HSC 2000 Coburg und EHV Aue insgesamt vier Zweitliga-Teams die erste Runde im reformierten Pokalwettbewerb überstanden. Erstmals wurden die Teilnehmer fürs Achtelfinale am 28. Oktober in Turnierform mit Halbfinals und Finale ermittelt.

Die SG Flensburg-Handewitt knackte als einziger Sieger der insgesamt 16 Mini-Final-Fours die 40-Tore-Marke. Der Meisterschaftsdritte deklassierte den gastgebenden TV Emsdetten mit 41:19 (20:9). «Wir haben getan, was von uns erwartet wurde», kommentierte Lasse Svan Hansen im Kurznachrichtendienst Twitter das Resultat.

Mehr Mühe als erwartet hatten Pokalfinalist SC Magdeburg und der deutsche Meister THW Kiel. Die Magdeburger konnten sich erst nach 25:23 (38.) deutlicher absetzen und gewannen beim Zweitligisten Eintracht Hagen mit 39:32 (21:18). Rekordmeister Kiel führte beim TuSEM Essen bereits mit sieben Toren (19:12/39.), geriet beim 24:22 (59.) aber noch einmal in Bedrängnis, ehe Domagoj Duvnjak den 25:22 (15:11)-Endstand markierte.

Keine Probleme hatte Vizemeister Rhein-Neckar Löwen. Die Mannheimer besiegten die TSG Friesenheim mit 30:17 (15:9). «Ich bin sehr zufrieden mit dem Wochenende», sagte Trainer Nikolaj Jacobsen und bezog in sein Fazit damit auch den 27:18 (14:8)-Halbfinalerfolg gegen Bundesliga-Aufsteiger TVB Stuttgart ein. «Wir haben gewusst, dass wir ein bestimmtes spielerisches Niveau erreichen müssen, um in die nächste Runde einzuziehen. Das haben wir in beiden Spielen geschafft», ergänzte der Däne.

Eine Zitterpartie legte hingegen EHF-Pokalsieger Füchse Berlin hin. Beim Erstliga-Neuling SC DHfK Leipzig rettete Bjarki Elisson mit zwei Siebenmetern in den letzten drei Minuten den 26:24 (13:13)-Erfolg, nachdem es in der 57. Minute 24:24 gestanden hatte. Dabei hatten die Berliner beim 24:19 (50.) schon wie der sichere Sieger ausgesehen. «Es war ein typisches Pokalspiel», befand der neue Füchse-Trainer Erlingur Richardssson, «beide Teams haben guten Handball gezeigt.» Sein Leipziger Kollege Christian Prokop lobte sein Team vor allem für die große Moral. «Ich hoffe, dass uns solche Spiele wie heute noch oft in der Bundesliga gelingen», meinte er.

Für Paukenschläge hatten die Zweitligisten Aue und Coburg gesorgt. Das sächsische Team aus dem Erzgebirge gewann gegen den TBV Lemgo mit 30:24 (14:17), die Franken bezwangen die HSG Wetzlar mit 26:25 (14:14). Minden hatte die nächste Runde durch ein 21:16 (11:9) gegen den ASV Hamm-Westfalen erreicht.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3448236?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F203%2F206%2F1822614%2F4845356%2F4845361%2F
Bisher keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung
 
Nachrichten-Ticker