Leichtathletik: Kommentar
WM in London liefert klare Signale

So schlimm befürchtet fiel die Medaillenbilanz der Deutschen in London bei der Leichtathletik nicht aus. Dennoch müssen die richtigen Schlüsse aus den Ergebnissen gezogen werden, schreibt unser Redaktionsmitglied Jürgen Beckgerd in seinem Kommentar.

Sonntag, 13.08.2017, 19:58 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 13.08.2017, 19:50 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 13.08.2017, 19:58 Uhr
Medaillen holten Kai Kazmirek und Rico Freimuth (r.). 
Medaillen holten Kai Kazmirek und Rico Freimuth (r.).  Foto: dpa

Tränen, Tragik und Triumphe – und ein Publikum, das eine großartige Stimmung hervorzaubert: Die Leichtathletik hat bei den Weltmeisterschaften im Londoner Olympiastadion ein weithin empfangbares Sendezeichen gefunkt. Von wegen SOS auf der Tartanbahn.

Auch diese WM hatte ihre Helden, auch die gefallenen. Usain Bolt ist so einer. Ob es jemals wieder einen geben wird wie ihn?

Dem deutschen Team drohten da ganz andere Sorgen, die die 71-köpfige Riege gerade noch mal umschiffen konnte. Die Medaillenausbeute ist entgegen vieler pessimistischer Prognosen eine ordentliche, beileibe keine berauschende. Die Welt ist halt enger zusammengerückt, auch und vor allem in der Leichtathletik. Da rücken Länder wie Bahrain, Polen und Südafrika schon mal in den Fokus. Dagegen scheint Großbritannien seinen Olympia-Boom, aus dem es seit 2012 Honig saugte, schon verbraucht zu haben. So schnell kann’s gehen. Auch das ist – mit Blick auf die EM nächstes Jahr in Berlin – die Botschaft dieser WM: ein klarer Arbeitsauftrag. Wer ihn befolgt, sendet auch weiter klare Signale in einer Sportart, die in London wieder einmal begeisterte.   Jürgen Beckgerd

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