MotoGP-Klasse
Kuriose Verletzung: Márquez feiert schmerzhaften WM-Titel

Motorrad-Star Marc Márquez holt zum siebten Mal den WM-Titel. In der MotoGP bleibt der Spanier das Maß der Dinge. Auf der Ehrenrunde aber passiert Marquez ein seltsames Missgeschick.

Sonntag, 21.10.2018, 17:16 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 21.10.2018, 17:13 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 21.10.2018, 17:16 Uhr
Marc Márquez feiert mit seinem Team seinen siebten WM-Titel.
Marc Márquez feiert mit seinem Team seinen siebten WM-Titel. Foto: Shizuo Kambayashi

Motegi (dpa) - So eine kuriose Verletzung hat es auf einer Ehrenrunde wohl selten gegeben. Der neue und alte MotoGP-Weltmeister Marc Márquez kugelte sich die Schulter aus, weil der Brite Scott Redding ihm nach dem Grand Prix von Japan heftig auf die Schulter klopfte und ihn ungestüm umarmte.

«Die Schulter ist einfach herausgesprungen. Mit dem Adrenalin hatte ich glücklicherweise keine Schmerzen, aber heute Abend werde ich wohl auf der Tanzfläche etwas aufpassen müssen», sagte der Spanier. Sein Bruder Alex renkte ihm noch auf der Strecke die Schulter wieder ein.

«Er wirkt wie eine perfekte Maschine. Gewinnt, macht Druck, überholt da, wo es unmöglich erscheint. Aber Marc hat beim Jubel bewiesen, dass er doch nur ein Mensch ist», schrieb die spanische Zeitung ABC. Márquez selbst konnte sich gar nicht beruhigen, kam beim Studium der TV-Bilder nicht aus dem Lachen heraus. «Hahaha - schau Dir das an. Ich bin daran gewöhnt. Es ist nicht das erste Mal», sagte er und kündigte an, die Schulter, «diese Schwachstelle», im Dezember operieren zu lassen.

Sogar Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez und das Königshaus gratulierten. «Und wieder Márquez! Sportliche Heldentaten wie Deine schaffen nur ganz wenige. Glückwunsch, fünffacher Meister!», twitterte das Königshaus. «Meister! Du hast es wieder geschafft, Marc Márquez. Glückwunsch!», schrieb Sánchez.

Dauer-Champion Márquez hat insgesamt schon sieben WM-Titel in unterschiedlichen Motorrad-Klassen gewonnen. Bei drei noch ausstehenden Rennen in der Fahrerwertung ist er nicht mehr einzuholen. «Es war die bestmögliche Strecke, um Weltmeister zu werden», meinte der Ausnahme-Pilot. Den Titelgewinn feierte er beim prestigeträchtigen Heimspiel seines Arbeitgebers - die versammelte Honda-Chefetage war vor Ort. Seit seinem MotoGP-Debüt in der Saison 2013 gewann Márquez außer 2015 stets die Fahrerwertung.

In der Moto2-Klasse holte sich der Italiener Francesco Bagnaia nach der Disqualifikation von Fabio Quartararo aus Frankreich den Sieg und baute seine Führung in der Meisterschaft aus. Bei Quartararo war nach dem Rennen ein zu niedriger Reifendruck festgestellt worden. Marcel Schrötter startete von Position vier in das 16. Rennen der Saison, verlor jedoch bereits in der Startphase viele Positionen und kam als Zehnter ins Ziel. In der WM-Wertung behauptete der Bayer Rang sieben.

Den Moto3-Lauf gewann der Italiener Marco Bezzecchi. Der Pilot des sächsischen PrüstelGP-Teams kam durch den Erfolg bis auf einen Punkt an den WM-Führenden Jorge Martin aus Spanien heran. Lorenzo Dalla Porta aus Italien und Darryn Binder aus Südafrika überquerten die Ziellinie als Zweite und Dritte. Das Podiums-Trio war nach dem knapp 40-minütigen Rennen durch lediglich 0,042 Sekunden voneinander getrennt. Philipp Öttl verpasste als 16. die Punkteränge und rutschte in der Meisterschaft auf die 14. Position zurück.

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