Kurzprogramm
Eistänzer Lorenz/Polizoakis im Finale

Die Erleichterung ist groß bei den Eistänzern Lorenz/Polizoakis - die Debütanten stehen im olympischen Finale. Zumal die Winterspiele der erste große Wettkampf in diesem Winter sind. Favoriten sind die Olympiasieger von 2010 aus Kanada - sie stellten einen Rekord auf.

Montag, 19.02.2018, 10:02 Uhr

Kavita Lorenz und Joti Polizoakis stehen nach Rang 17 im Kurzprogramm im Eistanz-Finale der 20 besten Paare.
Kavita Lorenz und Joti Polizoakis stehen nach Rang 17 im Kurzprogramm im Eistanz-Finale der 20 besten Paare. Foto: Peter Kneffel

Pyeongchang (dpa) - Die Oberstdorfer Kavita Lorenz und Panagiotis Polizoakis sind ins olympische Finale getanzt. Die dreimaligen deutschen Eistanz-Meister erreichten auf Rang 17 die Kür der besten 20 Paare am Dienstag.

«Wir können sehr zufrieden sein, auch wenn die letzte Hebung besser hätte sein können», sagte Bundestrainer Martin Skotnicky am Montag in der Gangneung Eisarena. 59,99 Punkte zu lateinamerikanischen Klängen waren okay, wenn auch knapp unter ihrer Saisonbestleistung (61,09).

«Jeder Fehler ist hier ein Weltuntergang, deshalb hatte ich bei der Hebung einen Herzinfarkt», gestand die 22-jährige Lorenz. Ihr gleichaltriger Partner Polizoakis erwischte ihren Fuß nicht ganz, rettete aber das Element. «Wir sind super zufrieden, das Teamevent war eine gute Erfahrung als Einstieg hier», meinte der in Deutschland geborene Sohn einer tschechischen Mutter und eines griechischen Vaters. Nur das Aufstehen um vier Uhr morgens und das frühe Training um sechs Uhr machten den Tänzern etwas zu schaffen.

In Führung gingen die Team-Olympiasieger Tessa Virtue /Scott Moir. Die Kanadier stellten mit 83,67 Punkten eine neue Rekordmarke im Kurztanz auf. «Wir machen uns selbst den Druck und pushen uns gegenseitig», sagte die Olympiasiegerin von Vancouver 2010. Virtue/Moir könnten als erste Eiskunstläufer fünf olympische Medaillen gewinnen - vor Einführung des Teamevents in Sotschi vor vier Jahren war das schwer möglich. Der Russe Jewgeni Pluschenko träumte 2014 von seiner fünften Medaille, musste aber im Herren-Wettbewerb wegen Rückenproblemen aufgeben. Im Team gewann er Gold.

Zweite sind in Pyeongchang die Franzosen Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron (81,93), die auf einen Ausrutscher von Virtue/Moir hoffen müssen. Die 22-jährige Papadakis kämpfte mit ihrem Kostüm, das sich am Nacken gelöst hatte und kurz einen Teil ihrer Brust freigab. «Ich habe es sofort gespürt und nur gebetet», sagte die zweimalige Weltmeisterin. Dritte sind Madison Hubbell/Zachary Donohue (USA/77,75).

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Deler Saber ist Kurde und Deutscher Staatsbürger und hat früher in Bagdad gelebt und studiert. Vor über 20 Jahren kam er nach Deutschland, seit 2000 lebt er in Münster. Die Stadt, sagt er, sei zu seiner Heimat geworden, die er nicht mehr verlassen will.
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