Dressurreiten
Deutsche Equipe bleibt auf Goldkurs

Rio de Janeiro -

Die deutschen Dressurreiter machen weiter, wo sie am Mittwoch aufgehört haben: ganz vorn. Die Mission Olympia-Gold für die Mannschaft hat jedenfalls auch im zweiten Teil des Grand Prix am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) Auftrieb erhalten.

Freitag, 12.08.2016, 09:08 Uhr

Blickt in Richtung Gold: Die Weltranglistenerste Kristina Bröring-Sprehe (l.) baute zusammen mit Isabell Werth die Führung des deutschen Teams aus.
Blickt in Richtung Gold: Die Weltranglistenerste Kristina Bröring-Sprehe (l.) baute zusammen mit Isabell Werth die Führung des deutschen Teams aus. Foto: dpa

Die deut­­sche Equipe (81,424) hat ihren Vorsprung auf Großbritannien (79,252) sogar noch ausbauen können. Nachdem Sönke Rothenberger mit Cosmo und Dorothee Schneider mit Showtime vorgelegt hatten, legten Kristina Bröring-Sprehe und die Grand Dame des Dressursports, Isabell Werth , mit ihrer Stute Weihegold nach.

Bröring-Sprehes 15-jähriger Hannoveraner zeigte sich im erneut nur spärlich besetzten Reitsportzentrum in Deodoro in ausgezeichneter Verfassung. Und wer weiß, wenn der Hengst bei der Piaffe und auch bei der Pirouette ein wenig aufmerksamer gewesen wäre – ein noch besseres Ergebnis als die 82,257 Prozentpunkte der Wertungsrichter wären sogar möglich gewesen.

Damit übernahm die Weltranglistenerste aus Lohne zunächst die Führung. „Das kann er besser“, sagte die 29-Jährige anschließend mit einem Augenzwinkern. Die kleinen Patzer waren schnell verziehen, angesichts der sehr guten Ausgangsposition für den für die Mannschaftswertung abschließenden Grand Prix Special am heutigen Freitag. Dann werden die Medaillen verteilt. Am Montag geht es dann in der Einzelwertung beim Grand Prix Kür weiter.

„Wir haben wohl ganz gute Chancen“, sagte Kristina Bröring-Sprehe mit Blick auf den Finaltag am Freitag. Pessimismus klingt jedenfalls anders: „Wir sollten den Tag abwarten und dann sehen, was geht“, sagte die Silbermedaillengewinnerin (Team) von London 2012.

Aber da war ja auch noch Charlotte Dujardin. Die Britin hatte im Einzel und mit ihrem Team in London Gold geholt und zeigte auf ihrem „ Wunderpferd “ Valegro eine ganz starke Leistung. Die 31-Jährige aus Enfield bewies, dass man sie auf der Rechnung haben muss, wenn es um Medaillen geht: 85,071 Prozent. Besser ritt keine(r). Damit übernahm die Britin auch die Führung in der Einzelwertung vor Bröring-Sprehe.

Als letzte Reiterin des Tages zeigte Isabell Werth (Rheinberg), was man als jetzt fünfmalige Olympia-Teilnehmerin nach schon fünf Gold- und drei Silbermedaillen so drauf hat. Mit ihrem „Ersatzpferd“ Weihegold rückte sie die Verhältnisse jedenfalls wieder zurecht und baute mit 82,029 Prozentpunkten die Führung aus. Die elfjährige Stute rückte für Werths eigentliche Favoritin Balla Rose (verletzt) nach.

Werth könnte mit einer weiteren Goldmedaille, ihrer sechsten, einen neuen Rekord aufstellen und an reiner Klimke (Münster) vorbeiziehen. Noch rangiert sie hinter dem erfolgreichsten Reiter. Wenn der Plan aufgeht, wäre sie die Nummer eins des Pferdesports.

„Es hört sich vielleicht blöd an, aber für Statistiken habe ich wenig übrig“, sagte sie allerdings vor ihrem Ritt,

Die besten sechs Mannschaften und acht Einzelreiter des Grand Prix sind für den Grand Prix Special qualifiziert.

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