Verbandspräsidentin
Claudia Bokel für bessere Förderung des Fechtsports

Berlin (dpa) - Die deutsche Verbandspräsidentin Claudia Bokel sieht große strukturelle Nachteile gegenüber den momentan führenden Nationen im Fechtsport.

Montag, 22.07.2019, 15:32 Uhr aktualisiert: 22.07.2019, 15:34 Uhr
Claudia Bokel, Präsidentin des Deutschen Fechter-Bundes, sieht große strukturelle Nachteile im deutschen Fechtsport.
Claudia Bokel, Präsidentin des Deutschen Fechter-Bundes, sieht große strukturelle Nachteile im deutschen Fechtsport. Foto: Jan Woitas

«Finanziell sind diese Nationen ganz anders aufgestellt. Nicht nur der Verband, auch die Fechterinnen und Fechter und die Trainerinnen und Trainer», sagte die 45-Jährige im Interview der « Frankfurter Allgemeinen Zeitung ». Auch der Anreiz, «in Italien Trainer zu werden, ist deutlich größer als bei uns in Deutschland - leider.»

Bei der noch bis Dienstag andauernden WM in Budapest wartet der deutsche Verband noch auf die erste Medaille. Eine Bilanz ohne Edelmetall wie schon im vergangenen Jahr im chinesischen Wuxi ist nicht unwahrscheinlich. Finanziell sei der Anreiz, die vorderen Platzierungen zu belegen, für die Sportler gering, sagte Bokel: «Was die Russen mit ihren Medaillen verdienen, davon träumen unsere Fechterinnen und Fechter. Da müsste sich vieles ändern und eine bessere Förderung der olympischen Sportarten in Deutschland kommen.»

Die ehemalige Degenfechterin, die bei der WM 2001 Gold gewonnen hatte, meine damit «nicht nur Unterstützung aus der freien Wirtschaft. Wer Medaillen fordert, muss auch langfristig an den Bedingungen arbeiten, dass sich genug Sportler auf diesem Niveau befinden und auch davon leben können.»

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