Traditions-Event
Boat Race in England: Wieder Doppelsieg für Cambridge

London (dpa) - Die Ruderer und Ruderinnen aus Cambridge haben erneut das berühmte Boat Race der beiden englischen Elite-Universitäten gegen Oxford gewonnen.

Sonntag, 04.04.2021, 19:40 Uhr aktualisiert: 04.04.2021, 19:42 Uhr
Die Ruderer der Universität Cambridge jubeln über ihren Sieg gegen Oxford beim 166. Boat Race.
Die Ruderer der Universität Cambridge jubeln über ihren Sieg gegen Oxford beim 166. Boat Race. Foto: Joe Giddens

Das traditionelle Bootsrennen, das wegen der Corona-Krise im letzten Jahr ausgefallen war, fand dieses Mal ausnahmsweise nicht in London auf der Themse statt, sondern auf dem deutlich ruhigeren Fluss Great Ouse bei Ely, nördlich von Cambridge.

Im 75. Frauenrennen setzten sich zuerst die Ruderinnen aus Cambridge mit einem knappen Vorsprung von weniger als einer Bootslänge auf der ungewohnten Strecke durch, die mit 4,9 Kilometern deutlich kürzer ist als der Abschnitt auf der Themse. Im Gegensatz zu der 6,8 Kilometer langen, kurvigen Strecke in London verläuft der Abschnitt auf der Great Ouse zudem eher geradlinig. Es war der 45. Sieg für einen Frauen-Achter aus Cambridge. Die Ruderinnen aus Oxford verbuchten in der Geschichte des Rennens nur 30 Siege.

Anschließend siegte auch das Männer-Team aus Cambridge in der 166. Auflage des traditionsreichen Duells mit weniger als einer Bootslänge Vorsprung. Mit 85 Siegen liegt Cambridge auch bei den Herren im Gesamtvergleich vorn. Oxford ging in der Geschichte des Boat Race insgesamt 80-mal als Sieger hervor. Im Jahr 1877 endete das prestigeträchtigen Rennen der Männer, das 1829 erstmals ausgetragen wurde, einmalig unentschieden.

Zum ersten Mal in der 166-jährigen Geschichte des Boat Race waren bei beiden Rennen Schiedsrichterinnen im Einsatz. Als erste weibliche Offizielle beim Männer-Rennen schrieb Sarah Winckless Geschichte.

In Cambridgeshire fand schon 1944 während des Zweiten Weltkriegs ein inoffizielles Ruder-Duell statt. Mit dem Wechsel nach Ely wollten die Organisatoren in diesem Jahr verhindern, dass sich Zuschauer am Flussufer versammelten. «Bleibt weg», baten die Veranstalter.

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