Triathlon
Triathletin Haug holt Olympia-Ticket - Herren schwach

Anne Haug hat ihr Comeback nach langer Verletzungspause mit dem Olympia-Ticket gekrönt. In Rio de Janeiro belegte die 32-Jährige auf der Strecke von 2016 Platz sieben. Die deutschen Herren kamen mit dem Olympia-Kurs dagegen noch nicht zurecht.

Sonntag, 02.08.2015, 20:08 Uhr

Anne Haug qualifizierte sich durch ihren siebten Platz für die Olympischen Spiele 2016.
Anne Haug qualifizierte sich durch ihren siebten Platz für die Olympischen Spiele 2016. Foto: Antonio Lacerda

Rio de Janeiro (dpa) - Anne Haug hat sich als erste deutsche Triathletin für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro im nächsten Jahr qualifiziert.

Die 32-Jährige belegte auf der Olympia-Strecke von 2016 den siebten Rang und erfüllte damit als einzige Athletin der Deutschen Triathlon Union die Qualifikationskriterien. Die DTU hatte in Rio einen Rang unter den ersten Acht zur Pflicht gemacht. Die weiteren Plätze für Olympia werden im nächsten Jahr vergeben. Haug hatte nach 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen 2:11 Minuten Rückstand auf Siegerin Gwen Jorgensen. Die Amerikanerin benötigte 1:58:46 Stunden für ihren Triumph.

«Keine Ahnung wie ich die Ziellinie erreicht habe. Gesehen hab ich außer schwarzer Flecken nichts mehr», sagte Haug im Ziel erschöpft, aber überglücklich. «Ich bin um mein Leben gelaufen. Ich hatte nur die Olympia-Quali im Kopf und habe einfach keinen destruktiven Gedanken oder Zweifel zugelassen.» Bundestrainer Ralf Ebli war begeistert von der Energieleistung von Haug. «Das war hervorragend. Es ist gut zu sehen, dass der Kurs Anne liegt. Im Schwimmen hat sie sogar die erste Gruppe geschafft», sagte Ebli.

Die Vize-Weltmeisterin von 2012 krönte mit der erfolgreichen Qualifikation ihr Comeback nach langer Verletzungspause. Bereits in London hatte Haug vor drei Jahren Olympia-Luft geschnuppert.

Die anderen vier deutschen Starterinnen gingen an der Copacabana leer aus. Hanna Philippin wurde 23., Anja Knapp 25., Sophia Saller 29. und Rebecca Robisch 30. Die große Nachwuchshoffnung Laura Lindemann war nicht am Start. «Rebecca und Sophia haben leider einen gebrauchten Tag erwischt», sagte Ebli.

Hinter den Erwartungen zurück blieben die deutschen Herren. Keiner aus dem Trio schaffte es unter die ersten Acht, so dass die Entscheidung über die Olympia-Tickets erst im kommenden Jahr fallen wird. Als bester Deutscher kam beim Sieg des Spaniers Javier Gomez Gregor Buchholz auf Rang 22 ins Ziel. Steffen Justus wurde 25., Justus Nieschlag belegte nur Platz 54. «Das Mannschaftsergebnis ist schon enttäuschend. Wir hatten uns mehr ausgemalt», sagte Buchholz.

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