Persönliche Gründe
Kanuslalom-Trainer Trummer tritt zurück

Leipzig (dpa) - Ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Tokio hat der Cheftrainer der deutschen Slalomkanuten Michael Trummer seinen Rücktritt erklärt.

Dienstag, 07.05.2019, 14:32 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 14:36 Uhr
Michael Trummer tritt als Cheftrainer des Deutschen Kanu-Verbandes zurück.
Michael Trummer tritt als Cheftrainer des Deutschen Kanu-Verbandes zurück. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

«Auf Grund der ständigen Schwierigkeiten in der Vereinbarkeit dienstlicher Termine und der Betreuung meiner beiden Kinder, habe ich mich nicht länger in der Lage gesehen, den Job und die Dienstpflichten als Chefbundestrainer vollumfänglich auszuführen», heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes. Trummer beteuerte, dass es keine anderen Gründe gebe.

Den Zeitpunkt seines Rückzuges habe er bewusst jetzt vor dem Weltcupstart gewählt, um die gerade abgelaufenen nationalen Qualifikationen nicht zu stören. «Um Unruhen zu vermeiden, sollte diese offizielle Information auch erst nach der Quali erfolgen», erklärte der ehemalige Leistungssportler, der unter anderem bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta am Start war und zusammen mit Manfred Berro nur knapp an einer Medaille im Zweier-Canadier vorbeischrammte. Sein Rücktrittsgesuch beim Deutschen Kanu-Verband (DKV) hatte er bereits im Januar eingereicht.

Damit stehen die erfolgsverwöhnten Kanuten, die bei der vergangenen WM in Rio mit zwei Gold- und zwei Bronzemedaillen extrem erfolgreich waren, vor einer ungewissen Zukunft. Trummer war seit 2001 als Junioren-Bundestrainer und ab 2009 als Cheftrainer tätig. «Gerne hätte ich dieses menschlich und sportlich starke Team noch zu Olympia geführt», sagte Trummer, der mit dem Unfalltod seines Trainerkollegen Stefan Henze bei Olympia in Rio die wohl bitterste Stunde in seiner Amtszeit verkraften musste.

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