Titelkämpfe in Budapest
Fecht-WM: Degenherren und Florettdamen enttäuschen

Auch die Florettfechterinnen und die Degenfechter erleben bei der WM in Budapest eine erste Enttäuschung. Von 24 deutschen Startern sind im Einzel bereits neun ausgeschieden.

Dienstag, 16.07.2019, 18:21 Uhr aktualisiert: 16.07.2019, 18:24 Uhr
Schied in Budapest aus: Eva Hampel.
Schied in Budapest aus: Eva Hampel. Foto: Marius Becker

Budapest (dpa) - Die deutschen Fechter kommen bei der WM in Budapest nicht in Tritt. Am Dienstag scheiterten auch die beiden Florettfechterinnen Carolin Golubytskyi und Eva Hampel sowie die Degenspezialisten Richard Schmidt, Nikolaus Bodoczi und Lukas Bellmann in der Vorrunde.

Von den 24 Athletinnen und Athleten des Deutschen Fechter-Bundes sind damit im Einzel bereits neun ausgeschieden. Das Hauptfeld der besten 64 erreichten am zweiten Wettkampftag in der ungarischen Hauptstadt nur Anne Sauer und Stephan Rein. Die 19-jährige Leonie Ebert musste aufgrund ihrer guten Platzierung als Siebte der Weltrangliste nicht in der Vorrunde antreten.

Golubytskyi erlebte die Enttäuschung am Ort ihres bislang größten WM-Erfolgs. Vor sechs Jahren hatte die heute 33-Jährige in Budapest Silber gewonnen, nun verlor sie ihr K.o.-Gefecht gegen die Südkoreanerin In Seo Hong mit 9:15. Die 26 Jahre alte Hampel unterlag der Mexikanerin Nataly Michel mit 11:15. Sauer ersparte sich mit überzeugenden fünf Siegen in fünf Gefechten der Poolrunde ein K.o.-Duell.

Auch Rein, bei der EM in Düsseldorf als 25. bester Deutscher, marschierte mit sechs Siegen in sechs Gefechten durch die Poolrunde und kam damit um weitere Kämpfe herum. In den K.o.-Runden scheiterte Bodoczi am Südkoreaner Youngjun Kweon (11:15), Schmidt verlor 13:15 gegen den Kanadier Marc-Antoine Blais-Belanger. Bellmann unterlag Jakub Jurka aus Tschechien mit 9:15.

«Die drei haben sich unterschiedlich schwer getan, was im Herrendegen leider öfter passiert, dass man schwieriger in das Turnier startet», sagte Herrendegen-Bundestrainer Mario Böttcher über seine ausgeschiedenen Schützlinge: «In der K.o.-Phase läuft es hier nicht so gut für die Deutschen, es ist schwer zu sagen, woran das genau liegt. Uns fehlt die nötige Lockerheit. Wir verlieren nie hoch oder knapp. Aber in den entscheidenden Momenten fehlt uns die Coolness. Die Enttäuschung ist groß, das kann man nicht verschweigen. Aber wir lassen den Kopf nicht hängen.»

Die Hauptrunde im Einzel startet für die Florettfechterinnen und die Degenfechter am Freitag. Am Sonntag beginnen die jeweiligen Team-Wettbewerbe mit der Vorrunde. Mit Top-Platzierungen könnten sich die deutschen Mannschaften weiter Hoffnungen auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio machen.

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