Europäische Club-Vereinigung
ECA gegen Pläne von Infantino - «Nicht akzeptabel»

Berlin (dpa) - Die Europäische Club-Vereinigung ECA stellt sich offenbar gegen die Pläne einer reformierten Club-WM von FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Donnerstag, 14.03.2019, 21:28 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 21:32 Uhr
Andrea Agnelli ist Vorsitzender der europäischen Clubvereinigung. Die ECA sieht die Pläne zu einer reformierten Club-WM kritisch.
Andrea Agnelli ist Vorsitzender der europäischen Clubvereinigung. Die ECA sieht die Pläne zu einer reformierten Club-WM kritisch. Foto: Salvatore Di Nolfi

Der Zusammenschluss von 232 europäischen Vereinen kündigte kurz vor der Sitzung des FIFA-Councils am 15. März in Miami demnach an, dass jedes wie auch immer überarbeitete Format des Turniers angesichts des bis 2024 fixierten Spielkalenders «nicht akzeptabel» sei und kein europäischer Top-Club «an so einem Wettbewerb teilnehmen» werde.

Das geht aus einem Brief der ECA an die Europäische Fußball-Union (UEFA) mit Kopie an Infantino hervor, wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet. Das Papier sollen alle 15 Vorstandsmitglieder der ECA, darunter auch Bayern München in Person von Michael Gerlinger, unterschrieben haben. Damit wird der Poker um die Club-WM weiter angeheizt. Die ECA hat im FIFA-Council allerdings keinen Sitz.

Infantino will eine Club-WM mit 24 statt bislang sieben Teilnehmern auf den Weg bringen. Das Turnier soll als Pilotprojekt im Sommer 2021 den bisherigen Confederations Cup ersetzen. Ursprünglich wollte die FIFA zwölf europäische Teams dabei haben. Dies stieß aber auf Protest aus der UEFA, die den Wettbewerb so als Konkurrenz zur lukrativen Champions League einstufen würde. Die ECA wiederum hat ein Interesse, einen möglichst großen Anteil der zu erwartenden hohen Millioneneinnahmen für ihre Clubs zu sichern.

Offenbar herrscht aufseiten der ECA großes Misstrauen gegenüber Infantino. «Die ECA ist besorgt über die Weigerung der FIFA, der Taskforce die Prüfung der Wirtschaftsmodelle für diese Wettbewerbe zu gestatten», heißt es demnach in dem Brief. Dabei geht es auch um die ominöse Investoren-Offerte von 25 Milliarden US-Dollar. Von wem das dort angesprochene Angebot für die Vermarktung neuer Wettbewerbe stammt, hat Infantino immer noch nicht offengelegt.

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