«Operation Aderlass»
Doping-Skandal: Hausdurchsuchung bei zweitem deutschen Arzt

Innsbruck (dpa) - Im Zuge der internationalen Doping-Ermittlungen rings um die sogenannte «Operation Aderlass» hat es eine Hausdurchsuchung bei einem weiteren deutschen Arzt gegeben.

Samstag, 03.08.2019, 14:46 Uhr aktualisiert: 03.08.2019, 14:50 Uhr
Im Zuge der Doping-Ermittlungen um die «Operation Aderlass» hat es eine Hausdurchsuchung gegeben.
Im Zuge der Doping-Ermittlungen um die «Operation Aderlass» hat es eine Hausdurchsuchung gegeben. Foto: Hendrik Schmidt

Wie die Staatsanwaltschaft Innsbruck mitteilte, durchsuchten Strafverfolger das Haus des Mediziners in der Nähe der bayerischen Stadt Rosenheim und vernahmen ihn. Mit den Dopingvorwürfen in Zusammenhang stehende Substanzen seien bei der Durchsuchung nicht gefunden worden. Zuvor hatten die ARD und die «Süddeutsche Zeitung» (Samstag-Ausgabe) darüber berichtet.

Während der Nordischen Ski-WM in Innsbruck und Seefeld hatten österreichische und deutsche Behörden Razzien durchgeführt, unter anderem auch bei einem deutschen Sportarzt in Erfurt. Er gilt als mutmaßlicher Drahtzieher eines vermuteten internationalen Netzwerkes und sitzt in München in Untersuchungshaft. Bisher sind in dem Blutdoping-Skandal Namen von 21 Sportlern aus acht Ländern und fünf Sportarten bekannt.

Ausgangspunkt für die jüngste Hausdurchsuchung waren nach Angaben der Innsbrucker Staatsanwaltschaft die Aussagen eines beschuldigten österreichischen Sportlers und eines Trainers. Sie hätten angegeben, von dem Arzt das verbotene Blutdopingmittel EPO erhalten zu haben. Der als Beschuldigter geltende Arzt habe die Vorwürfe bestritten und befinde sich auf freiem Fuß. Bei ihm sichergestelltes Datenmaterial werde noch ausgewertet.

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