Rauball-Abschied
Strukturreform der DFL: Seifert noch mächtiger

Berlin (dpa) - Noch vor der Präsentation des designierten DFB-Präsidenten Fritz Keller setzen die Profi-Clubs bei der Generalversammlung der Deutschen Fußball Liga am Mittwoch ihre Strukturreform durch die Wahlen zur Führungsspitze um.

Dienstag, 20.08.2019, 13:01 Uhr aktualisiert: 20.08.2019, 13:06 Uhr
Christian Seifert ist der Vorsitzende der Geschäftsführung der DFL.
Christian Seifert ist der Vorsitzende der Geschäftsführung der DFL. Foto: Arne Dedert

Ligapräsident Reinhard Rauball (72) scheidet in Berlin wie geplant nach zwölf Jahren aus dem Spitzenamt der Interessenvertretung der 18 Bundesliga- und 18 Zweitliga-Clubs aus. Einen neuen Ligapräsidenten wird es nicht geben.

Stattdessen führt künftig der bisherige Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert , zusätzlich als «Sprecher des Präsidiums» die DFL an. Der 50-Jährige, der bei der Wahl der einzige Kandidat für den Posten ist, gewinnt somit weiter an Einfluss.

Einziger Kandidat als Seiferts erster Stellvertreter ist Peter Peters vom FC Schalke 04 , der damit auch Aufsichtsratschef der DFL GmbH wird. Für den Posten des zweiten und dritten Stellvertreters gibt es eine Abstimmung zwischen Klaus Filbry (SV Werder Bremen) und Oliver Leki (Sport-Club Freiburg) beziehungsweise Bernd Hoffmann (Hamburger SV) und Steffen Schneekloth (Holstein Kiel).

Bei der Wahl der zwei weiteren von den Erstligisten gestellten Präsidiumsmitglieder stehen unter anderen Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Jan-Christian Dreesen vom FC Bayern München auf der Kandidatenliste. Möglicherweise wird also mindestens einer der beiden Fußball-Branchenführer nicht im DFL-Präsidium vertreten sein.

Der Umstrukturierung der DFL-Führung waren lange Diskussionen der Proficlubs vorausgegangen. Dabei waren vor allem die unterschiedlichen Interessen der Erst- und Zweitligisten zum Problem geworden. Erst im Juni konnte eine Einigung erzielt werden. Künftig werden als Informations-, Diskussions- und Meinungsbildungsforum zwei Teilversammlungen pro Saison veranstaltet, um den Clubs mehr Mitspracherecht zu ermöglichen.

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