Coronavirus-Pandemie
Olympia-Verschiebung kostet 1,61 Milliarden Euro

Tokio (dpa) - Die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio auf den nächsten Sommer könnte Medien zufolge Mehrkosten von umgerechnet 1,61 Milliarden Euro verursachen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf mehrere Quellen.

Sonntag, 29.11.2020, 11:25 Uhr aktualisiert: 29.11.2020, 11:28 Uhr
Die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio könnte Mehrkosten von umgerechnet 1,61 Milliarden Euro verursachen.
Die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio könnte Mehrkosten von umgerechnet 1,61 Milliarden Euro verursachen. Foto: -

Im Dezember wollen die japanischen Gastgeber und das Internationale Olympische Komitee demnach entscheiden, wer welchen Anteil an den zusätzlichen Ausgaben trägt. Die für dieses Jahr geplanten Sommerspiele waren Ende März wegen der Corona-Pandemie auf 2021 verlegt worden.

Die Mehrkosten ergeben sich unter anderem daraus, dass die Arenen und die Immobilien für das olympische Dorf auch für das kommende Jahr angemietet werden müssen. Hinzu kommen Ausgaben für Mitarbeiter, Ausrüstung und Lagerflächen. Zuletzt hatten die Olympia-Macher Pläne für Einsparungen in Höhe von 241 Millionen Euro vorgelegt. Dabei sollen Ausgaben für Büroflächen und der Aufwand für Werbung und zeremoniellen Pomp gekürzt werden.

Das ursprünglich geplante Budget haben die Olympia-Organisatoren bereits deutlich überschritten. Laut einer Studie der britischen Universität Oxford sind die Spiele in Tokio schon jetzt die teuersten in der Geschichte der Sommerspiele. Der größte Teil der Kosten kommt am Ende auf Japans Steuerzahler zu.

© dpa-infocom, dpa:201129-99-504501/2

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