Tennis: Gerry Weber Open
Haas und Federer kommen als Gratulanten zur 25. Auflage

Halle/Westfalen -

Tennis in der Halle hat sich vorerst erledigt, Tennis in Halle geht immer: Die Gerry Weber Open im westfälischen Halle werfen ihren Schatten voraus – und darunter verborgen sich einmal mehr echte Lichtgestalten des weißen Sports: Unter anderem Publikumsmagnet Roger Federer, der schon zum 15. Mal in Halle aufschlägt.

Donnerstag, 11.05.2017, 16:05 Uhr

Wenn Roger, der Große, aufschlägt, dann wird es eng auf den Rängen.
Wenn Roger, der Große, aufschlägt, dann wird es eng auf den Rängen. Foto: imago

Das wird eine Festwoche. Dafür sorgt allein die 25. Turnier-Auflage. Hinzu kommt bei den Gerry Weber Open (17. bis 25. Juni) eine namhafte Gästeliste. „Wir haben in diesem Jahr eine nie dagewesene Dichte an Weltklasse-Spielern. Sie belegt die hohe Akzeptanz bei den Profis“, sagte Turnierdirektor Ralf Weber und konnte am Donnerstag bei der Präsentation des Hauptfeldes für das Rasen-Tennisturnier einen gewissen Stolz nicht verbergen.

Dazu bestand auch keinerlei Anlass. Mit Roger Federer , Kei Nishikori und dem bekennenden Fußball-Fan Dominic Thiem – ihm gefällt der FC Chelsea – haben wie im Vorjahr drei Top-Ten-Spieler und mit acht Top-20-Akteuren einer mehr als bei der 24. Auflage gemeldet. Auch der Cut für das Hauptfeld, der Florian Meyer als letztem mit ATP-Ranking 51 gelang (er lag 2016 noch bei 58), sorgt für das nächste Kapitel der Erfolgsstory.

Nach wie vor ist die aber mit dem Namen Federer verbunden. „Er hat wieder vor zuzuschlagen“, versichert Weber. So wie bereits acht Mal zuvor. Der Schweizer und die in zwischen mit 1,8 Millionen Euro dotierten Rasen-Festspiele gehören zusammen. Was auch so bleiben soll. „Wir werden alles dafür tun, dass Roger nach seiner Karriere in irgendeiner Form an uns zu binden. Vielleicht als Botschafter“, verriet der Turnierchef.

Eine enge Bindung hat längst auch Tommy Haas, der bei seiner Abschiedstournee nach 21 Profijahren Station in der Leinenstadt macht. Er tut dies auch als Rekordhalter. Denn Haas ist in Halle zum 15. Mal dabei – ebenso oft wie Federer. „Ich möchte mich auf meine Art und Weise von den Fans verabschieden, sie unterhalten“, ließ er per Videobotschaft wissen. Die Verweildauer des 39-Jährigen im Turnier fördert gewiss die Party- und Feierlaune der zahlenden Gäste. Auch wenn Weber gesteht: „Es schwingt schon ein wenig Wehmut mit.“

Der Haas-Abschied ist auch ein Indiz für den Wechsel, steht doch die nächste Generation bereit. Schon im Vorjahr meldete Alexander Zverev („Ich hoffe, dass ich in Halle in Top-Form bin“) mit seinem Halbfinalsieg gegen Federer Ansprüche an, ehe er im Finale vom Überraschungssieger Mayer gestoppt wurde. „Er bringt Deutschland wieder in den Blickpunkt, kann eine Menge bewegen und eine große Rolle spielen. Er ist ein Glücksfall“, verknüpft Weber große Erwartungen mit dem 20-Jährigen.

Zverev ist auch ein Beleg dafür, dass die Gerry Weber Open ein Turnier der Deutschen sind – und bleiben. Sieben Lokalmatadore sind auch im Juni unter den bisher 26 gemeldeten Spielern zu finden. Gemeinsam mit jungen Gesichtern sorgen sie für die perfekte Mischung. Dazu zählt der Franzose Luca Pouille, der sich gerade in Windeseile durch die Weltrangliste spielt. Platz 13 soll noch nicht die Endstation sein. „Ich finde ganz gut die Balance zwischen der Tour und meinem Leben“, verriet er dabei sein Erfolgsrezept.

Eines, das auch die Macher umsetzen. „Erfolg zeigt sich erst bei der Wiederholung“, sagt Sprecher Frank Hofen vor der 24. Reproduktion. Und es wird weitere geben. So sorgt der Hauptsponsor, der den Vertrag um fünf Jahre bis 2022 verlängerte, für Stabilität. TV-Bilder in 139 Länder – ZDF und Eurosport sind live am Ball – zeugen von steigendem Interesse. Auch deshalb ist die Gästeliste beim silbernen Jubiläum namhaft besetzt.

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