Tennis
Becker über Zverev: Halbfinale «ein Quantensprung»

Berlin (dpa) - Der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker traut Tennisprofi Alexander Zverev nach dessen Halbfinal-Einzug bei den Australian Open in diesem Jahr noch viel zu.

Montag, 17.02.2020, 07:31 Uhr aktualisiert: 17.02.2020, 07:34 Uhr
Becker (R) traut Alexander Zverev nach dessen Halbfinal-Einzug bei den Australian Open in diesem Jahr noch viel zu.
Becker (R) traut Alexander Zverev nach dessen Halbfinal-Einzug bei den Australian Open in diesem Jahr noch viel zu. Foto: Dave Hunt

«Ich glaube, das war ein Quantensprung, nach schwierigen Wochen in so einem Halbfinale zu sein», sagte Becker am Rande der Laureus World Sports Awards in Berlin und nahm den Hamburger in die Pflicht: «Die Konkurrenz schläft nicht, und er muss das jetzt bestätigen. Die nächsten Turniere in den USA sind auf Hartplatz, da kann er viele Punkte gutmachen.» Der erstmalige Einzug in die Runde der letzten Vier bei einem Grand-Slam-Turnier sei für Zverev bereits «ein Meilenstein» gewesen.

Der 22-Jährige war in Melbourne im Semifinale in einem hart umkämpften Match dem Österreicher Dominic Thiem unterlegen. Mit dem guten Abschneiden der deutschen Nummer eins war nach einem schwachen Saisonstart zuvor nicht unbedingt zu rechnen gewesen. Becker hatte sogar empfohlen, dass Zverev sich nach dem gescheiterten Experiment mit Ivan Lendl einen neuen Trainer suchen und sich nicht nur von seinem Vater betreuen lasse solle.

Erneut kritisierte Becker Zverev für dessen Ausraster beim ATP Cup zu Beginn des Jahres im australischen Brisbane. «Er muss ein bisschen erwachsen werden und darf sich nicht alles erlauben», sagte Becker, der mit Zverev selbst auch das Gespräch suchte: «Er hat jetzt selbst gemerkt, dass das nicht geht.» Bei dem neuen Team-Wettbewerb hatte Becker als deutscher Kapitän fungiert.

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