Volleyball-EM
Prinzip Sahnehäubchen: DVV-Frauen heiß auf «Cherry on Top»

Sechs Spiele, sechs Siege - die deutschen Volleyballerinnen haben mit einer optimalen Bilanz das EM-Viertelfinale erreicht. Der Traum von einer Medaille lebt. Auf Felix Koslowskis Mannschaft wartet am Mittwoch eine hitzige Atmosphäre.

Montag, 02.09.2019, 13:10 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 13:12 Uhr
Die deutschen Nationalspielerinnen feiern einen gewonnenen Punkt.
Die deutschen Nationalspielerinnen feiern einen gewonnenen Punkt. Foto: Grzegorz Michalowski

Lodz (dpa) - Nach ihrem Sturm ins Viertelfinale wollen die deutschen Volleyballerinnen nun ein großes Stück vom EM-Kuchen.

Die noch ungeschlagene Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski ist nach dem sechsten Sieg im sechsten Endrundenspiel nur noch eine Partie vom Eingreifen in den Medaillenkampf entfernt. «Wir sind im Viertelfinale, das war unser großes Ziel und das haben wir jetzt schon geschafft. Alles was jetzt kommt, ist die Cherry on Top», beschrieb Koslowski das Prinzip Sahnehäubchen im deutschen Lager.

Nach dem 3:0 im Eiltempo gegen Außenseiter Slowenien in Lodz hat der EM-Fünfte von 2017 sein Minimalziel erreicht. Mit einem Erfolg am Mittwoch (20.30 Uhr) gegen Co-Gastgeber Polen können die Deutschen erstmals seit Silber 2013 bei ihrer Heim-EM wieder das Halbfinalticket buchen.

Am Tag nach dem Einzug in die Runde der besten acht Teams stand für Louisa Lippmann & Co. zunächst ein Krafttraining an, ehe es am Nachmittag in erster Linie um Regeneration ging. Die einen durften in der Halle trainieren, die anderen konnten im Hotel bleiben und zum Beispiel die Sauna nutzen.

Das im Schnitt nicht einmal 24 Jahre alte Team hat bisher eine EM auf hohem Niveau gespielt. Vor allem die Konstanz beeindruckt nicht nur Bundestrainer Koslowski. «Ich habe einen riesen Respekt vor der Truppe», sagte auch Teammanagerin Lisa Thomsen , die bei den Silbermedaillen 2011 und 2013 als Libera im Einsatz war, der Deutschen Presse-Agentur. «Mich fasziniert, wie konstant sie spielt und die Leistung abruft. Die Mädels machen mich ein bisschen sprachlos.»

Antworten müssen die deutschen Schmetterkünstlerinnen am Mittwoch auf die Offensivpower der Polinnen finden. Der Europaranglisten-Achte verfügt über eine körperlich starke Mannschaft und kann auf die Unterstützung von mehr als 10.000 Zuschauern in der Atlas-Arena setzen. «Durch eine gute Leistung kann man eine Halle auch mal komplett zum Schweigen bringen», merkte Thomsen vor dem sicher hitzigen K.o.-Duell an.

In der Vorrunde in Bratislava ist es Deutschland gegen die Slowakei schon einmal bei dieser Endrunde gelungen, ein Heimteam vor lautstarker Kulisse in die Schranken zu weisen. «Das sind die Momente», sagte die ehemalige Nationalspielerin Thomsen, «für die man als Spieler lebt.»

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