Wegen Corona-Krise
Ersatzlos gestrichen: 149. British Open der Golfer abgesagt

Nach der Absage der British Open geht alles ganz schnell: Fast im Minutentakt wird am Montag die Verschiebung der drei übrigen Major-Golfturniere bekannt. Das Masters in Augusta, die US Open in New York und die PGA Championship bekommen neue Termine - noch 2020.

Montag, 06.04.2020, 18:49 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 18:52 Uhr
Der Sieger der Claret Jug Trophäe der British Open der Golfer wird in diesem Jahr nicht ausgespielt.
Der Sieger der Claret Jug Trophäe der British Open der Golfer wird in diesem Jahr nicht ausgespielt. Foto: Liam Mcburney

Augusta/Sandwich/New York (dpa) - Nach der Absage der British Open wegen der Corona-Krise haben die drei übrigen Major-Turniere sofort reagiert und am Montag unisono neue Termine für die restlichen Saisonhöhepunkte der Golfprofis in den USA verkündet.

So soll das traditionsreiche Masters in Augusta im US-Bundesstaat Georgia jetzt vom 12. bis 15. November ausgetragen werden, teilte der veranstaltende Augusta National Golf Club mit. Am 13. März war die 84. Auflage des Masters zunächst auf einen unbestimmten Termin verschoben worden.

Wegen der Coronavirus-Pandemie war am Montag zunächst die British Open ersatzlos gestrichen worden. Die 149. Auflage des Golf-Klassikers wird in diesem Jahr nicht mehr nachgeholt, sondern soll nun im Juli 2021 stattfinden, teilten die Organisatoren mit. Die US Open in New York sollen nun statt im Juni vom 17. bis 20. September ausgespielt werden. Das teilte der Winged Foot Golf Club in Mamaroneck mit.

Die PGA Championship in San Francisco - das vierte der wichtigsten Turniere - soll statt im Mai nun vom 6. bis 9. August stattfinden. Dieser Termin ist durch die Absage der Olympischen Spiele in Tokio frei geworden - und nach der Absage der British Open bestand endgültig Planungssicherheit für die US-Veranstalter. Anders als im Tennis entstand der neue Terminkalender ganz offenbar als konzertierte Aktion und nicht im Alleingang. So hatten sich die Macher der French Open bei der Verschiebung von Mai auf September überhaupt nicht mit den zwei folgenden Grand-Slam-Turnieren dieses Jahres - Wimbledon und den US Open - abgestimmt.

Ursprünglich sollte die British Open, das mit 10,75 Millionen Dollar dotierte Golf-Major, vom 16. bis 19. Juli im Royal St. George's Golf Club im Südosten Englands ausgetragen werden. Es ist das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass die Open Championship - so der offizielle Name - nicht stattfindet.

Rund 250.000 Zuschauer pilgern jedes Jahr an den vier Turniertagen zu den Spielbahnen und an die 18 Grüns. Es ist das einzige Major, das nicht in den USA ausgespielt wird. Das Turnier wurde im Jahr 1860 als erste Open Championship im Prestwick Golf Club an der schottischen Westküste ausgetragen. Willie Park Senior siegte und erhielt einen Gürtel als Trophäe. Von 1872 an bekam der Gewinner die Claret Jug überreicht. Sie ist eine silberne Weinkaraffe und neben dem Grünen Jackett beim Masters in Augusta sowie dem Ryder-Cup die berühmteste Trophäe im Golfsport.

Das Traditionsturnier konnte bisher noch kein Deutscher gewinnen. Golf-Idol Bernhard Langer war oft knapp dran am Sieg. Zweimal wurde der heute 62-Jährige aus Anhausen Zweiter (1981, 1984), viermal Dritter (1985, 1986, 1993, 2001).

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