Weltcup in Lake Placid
Friedrich schlägt zurück: Weltcupsieg mit Startbestzeiten

Nach seinem kleinen Ausrutscher beim ersten Weltcup-Rennen schlägt Bobpilot Francesco Friedrich im zweiten Zweierbob-Rennen zurück. Diesmal verweist er den Auftaktsieger Johannes Lochner auf Rang zwei.

Sonntag, 08.12.2019, 22:59 Uhr aktualisiert: 08.12.2019, 23:02 Uhr
Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich hat beim zweiten Weltcup-Rennen in Lake Placid Gold geholt.
Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich hat beim zweiten Weltcup-Rennen in Lake Placid Gold geholt. Foto: Hans Pennink

Lake Placid (dpa) - Fast warnend hob Francesco Friedrich in der Zieleinfahrt den Zeigefinger in die Luft. Als wollte der Doppel-Olympiasieger sagen: Seht her, ich bin wieder da.

Nach seiner ersten Niederlage im Zweierbob nach zuvor zehn siegreichen Rennen antwortete er mit der für ihn typischen Art - mit einem Sieg. 24 Stunden nach Platz zwei hinter Johannes Lochner fuhr der Ausnahmepilot beim zweiten Weltcup-Rennen in Lake Placid wieder auf Rang eins. Mit Anschieber Alexander Schüller legte der 29-Jährige aus Pirna zwei Startbestzeiten hin und verwies den für Stuttgart startenden Lochner mit Anschieber Christian Rasp mit 0,23 Sekunden auf Rang zwei.

«Es war schon notwendig, gestern mal eins aufs Dach zu bekommen, wir sind zweimal zu kurz gestartet und auch nicht gut gefahren», sagte Friedrich und verwies trotz vieler Testfahrten auf die fehlende Wettkampfpraxis, da er in der internen Ausscheidung gesetzt war.

Diesmal fuhr er statt mit Thorsten Margis mit dem jüngeren Schüller. Und das wirkte sich auch auf die Startzeiten aus: Als einziges Duo blieben die Sachsen mit 4,97 Sekunden unter der Fünf-Sekunden-Marke und verpassten den Startrekord nur um eine Hundertstel. «Super, was die beiden da am Start gemacht haben», meinte Lochner anerkennend und ging kritisch mit seiner eigenen Leistung um: «Ich habe meine Fehler vom ersten Lauf nicht abstellen können, deshalb ist es nur der zweite Platz. Wir sind dennoch super zufrieden.»

Dritter wurde Justin Kripps aus Kanada mit Anschieber Cameron Stones. Christoph Hafer landete mit Christian Hammers auf Rang sieben. Cheftrainer René Spies war mit dem Saisoneinstand zufrieden: «Wieder ein überragender Doppelsieg für uns. Zwei richtig gute Leistungen von den beiden, auch Christoph hat sich fahrerisch bei seinem ersten Wettkampf hier deutlich verbessert.»

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