Weltcup am Königssee
Friedrich mit viertem Coup im Zweierbob

Rekord-Weltmeister Friedrich bleibt im Zweierbob eine Klasse für sich. Im kleinen Schlitten ist er derzeit nicht zu bezwingen - weder am Start noch in der Bahn.

Samstag, 25.01.2020, 19:03 Uhr aktualisiert: 25.01.2020, 19:06 Uhr
Francesco Friedrich (r) und Thorsten Margis jubeln bei der Siegerehrung.
Francesco Friedrich (r) und Thorsten Margis jubeln bei der Siegerehrung. Foto: Sven Hoppe

Königssee (dpa) - Doppel-Olympiasieger und Weltmeister Francesco Friedrich ist im Zweierbob weiter nicht zu schlagen. Der 29 Jahre alte Rekordweltmeister aus Pirna gewann mit Anschieber Thorsten Margis auch in Königssee und verbuchte bereits den vierten Sieg nacheinander.

Friedrich gewann souverän mit 0,51 Sekunden Vorsprung vor dem Kanadier Justin Kripps, der bei Olympia 2018 in Pyeongchang zeitgleich mit Friedrich Olympiasieger im kleinen Schlitten wurde. Kripps fuhr mit Anschieber Cameron Stones.

Der nach Durchgang eins auf Platz zwei liegende Richard Oelsner vom BSC Sachsen-Oberbärenburg patzte mit Tobias Schneider im unteren Bahnabschnitt und fiel auf Rang vier hinter seinem Vereinskollegen Nico Walther mit Malte Schwenzfeier zurück.

«Im Kreisel habe ich es nicht hundertprozentig erwischt, da geht mir hinten der Saft ein wenig aus», sagte Perfektionist Friedrich, der mit Margis zwei Start- und Laufbestzeiten hinlegte. Fast gestürzt war in der unteren Schikane Oelsner. «Da hatte ich eine schwere Bande und es wurde noch richtig eng», sagte der Junioren-Weltmeister. So konnte Walther noch vorbeiziehen: «Es war ein Schritt in die richtige Richtung, unsere Blessuren werden weniger. Doch Franz fährt in seiner eigenen Liga. Was der am Start macht, ist einfach Wahnsinn.»

Bei den Frauen verpassten Laura Nolte und Erline Nolte ihren zweiten Saisonsieg knapp. Nach zwei Läufen hatte das Winterberger Duo 0,03 Sekunden Rückstand auf die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada, die nach Streitereien mit dem Verband nun für die USA startet. Humphries fuhr mit Anschieberin Sylvia Hoffmann. Auf Rang drei kam die WM-Zweite Stephanie Schneider vom BSC Sachsen Oberbärenburg mit Ann-Christin Strack aus Stuttgart. Olympiasiegerin und Weltmeisterin Mariama Jamanka vom BRC Thüringen landete mit Anschieberin Kira Lipperheide aus Gladbeck auf Platz sechs.

«Ich freue mich, dass es derzeit so gut läuft», sagte die deutsche Meisterin Laura Nolte, die mit ihrer Anschieberin nicht verwandt ist. «Es ist die Leichtigkeit, mit der wir da ran gehen, ich mache mir keinen großen Druck, hab keine großen Erwartungen - das ist vielleicht das Geheimnis», sagte die Pilotin.

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