Parallel-Riesenslalom
Luitz findet Spaß wieder: Rang fünf in Alta Badia

Stefan Luitz kann wieder lachen. Mit einem fünften Platz meldete sich der Skirennfahrer nach nervenaufreibenden Tagen und den Wirren um seine Sauerstoff-Affäre zurück. Im Parallel-Riesenslalom von Alta Badia sorgte ein Ski-Star indes für eine weitere Bestmarke.

Montag, 17.12.2018, 22:13 Uhr aktualisiert: 17.12.2018, 22:18 Uhr
Parallel-Riesenslalom: Luitz findet Spaß wieder: Rang fünf in Alta Badia
Foto: Marco Trovati

Alta Badia (dpa) - Nach nervenaufreibenden Tagen hat Stefan Luitz im alpinen Ski-Weltcup wieder einen Erfolg gefeiert. Der Allgäuer wurde Fünfter beim Parallel-Riesenslalom von Alta Badia, nachdem ihm zuletzt die drohende Aberkennung seines Sieges von Beaver Creek sichtlich zugesetzt hatte.

In dem K.o.-Rennen musste sich der 26-Jährige nur im Viertelfinale dem späteren Sieger Marcel Hirscher geschlagen geben. «Der Spaß ist wieder zurück», sagte Luitz. Sein deutscher Alpin-Direktor Wolfgang Maier betonte in den Südtiroler Dolomiten: «Das ist für ihn ein richtig gutes Ergebnis.»

Dem Sportler vom SC Bolsterlang liegen Parallel-Rennen. Zunächst bezwang er den Österreicher Marco Schwarz (+0,04), im Achtelfinale war er 0,15 Sekunden schneller als Thomas Tumler aus der Schweiz. Gegen Hirscher verlor er dann knapp um 0,08 Sekunden. «Der Kampf gegen den Marcel, Mann gegen Mann, der hat mir geholfen», sagte er. In der Platzierungsrunde setzte sich Luitz dann knapp gegen den Norweger Aleksander Aamodt Kilde durch (+0,06), ehe er im Rennen um Rang fünf Gino Caviezel aus der Schweiz hinter sich ließ (+0,27).

«Man hat gemerkt, dass er von Fahrt zu Fahrt besser wurde und wieder eine gewisse Lockerheit und Stabilität beim Skifahren gewonnen hat», analysierte Maier. Am Sonntag hatte Luitz als 20. des Riesenslaloms noch enttäuscht und war danach extrem angefressen. Das schwebende Verfahren um eine unerlaubte Sauerstoff-Inhalation Anfang des Monats hemmte ihn deutlich. «Die letzten Tage waren extrem hart», sagte er.

Am Montag bejubelte er seinen fünften Platz mit einem lauten «Yes!», wirkte im Zielraum wieder gelöst und scherzte mit einem Betreuer. «Das war für alle ein bisschen Balsam auf die Seele», sagte Maier.

Kein Balsam brauchte indes Hirscher, der weiter von Erfolg zu Erfolg rast und Rekorde bricht. Durch den Final-Sieg über den überraschenden Franzosen Thibaut Favrot steht der beste Skifahrer der Gegenwart nun bei 62 Erfolgen im Weltcup und egalisierte die Österreich-Bestmarke von Annemarie Moser-Pröll. Mehr Rennen haben nur Ingemar Stenmark aus Schweden (86) und die Amerikanerin Lindsey Vonn (82) gewonnen.

Dritter wurde Alexis Pinturault aus Frankreich. Schon am Mittwoch steht in Saalbach-Hinterglemm der nächste Riesentorlauf an.

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