Ski alpin Riesenslalom
Rebensburg feiert in Courchevel Podiums-Comeback: «Tut gut»

Die erste zwei Saison-Ergebnisse im Riesenslalom hatten Viktoria Rebensburg etwas zugesetzt - doch pünktlich vor Weihnachten zeigte sie wieder ihre Klasse und ist erleichtert. Dass es in Courchevel knapp nicht zum Sieg reichte, konnte die Oberbayerin schnell abhaken.

Freitag, 21.12.2018, 16:13 Uhr aktualisiert: 21.12.2018, 16:16 Uhr
Viktoria Rebensburg beim Riesenslalom in Courchevel.
Viktoria Rebensburg beim Riesenslalom in Courchevel. Foto: Marco Tacca

Courchevel (dpa) - Viktoria Rebensburg ist wieder in der Spur. Nach dem knapp verpassten Sieg beim Riesenslalom-Weltcup von Courchevel ärgerte sich die deutsche Skirennfahrerin im Zielauslauf nur kurz. Mit Rang zwei hinter der Amerikanerin Mikaela Shiffrin freundete sich die Oberbayerin schnell an.

Bei der Siegerehrung konnte sie schon wieder lachen. «Das tut schon gut», sagte sieam Freitag in Frankreich zu ihrer ersten Podestplatzierung in der Spezialdisziplin und freute sich, mit dem Gefühl in die kurze Weihnachtspause zu gehen. «Das ist echt schön, das hatte ich in den letzten Jahren nie gehabt.»

Ganze 14 Hundertstelsekunden fehlten Rebensburg bei schwierigen Bedingungen mit viel Schneefall und schlechter Sicht zu Platz eins. Dritte wurde Weltmeister Tessa Worley aus Frankreich. Nach einem mauen Riesentorlauf-Herbst mit Rang vier zum Saisonstart in Sölden und einem bitteren Ausfall in Killington (USA) «bin ich froh, dass es endlich geklappt hat, auf dem Podium zu stehen».

Rebensburg war als Führende nach dem ersten Durchgang in das Finale gestartet, verspielte ihren kleinen Vorsprung von nur 0,08 Sekunden aber. «Vicky hat ein paar Fehler gemacht, da hatte ich vielleicht ein bisschen Glück», räumte Shiffrin ein. Die Weltcup-Gesamtführende steht im Alter von erst 23 Jahren schon bei 49 Siegen und könnte im Slalom am Samstag (10.30/13.30 Uhr/ARD/Eurosport) Alberto Tomba (50) in der ewigen Bestenliste einholen. Bei den Frauen haben nur Vreni Schneider (Schweiz/55), Annemarie Moser-Pröll (Österreich/62) und Teamkollegin Lindsey Vonn (82) öfter gewonnen als Shiffrin.

«Am Anfang ärgert man sich natürlich, wenn es so eng hergeht», sagte Rebensburg im TV-Sender ORF. Sie habe im oberen Teil der wegen der Bedingungen ohnehin verkürzten Strecke den Rhythmus nicht gefunden. «In Courchevel habe ich mich aber eigentlich immer schwer getan, ich habe keine guten Erinnerungen an den Hang», sagte die 29-Jährige.

Auf einen Meilenstein ihrer Karriere muss Rebensburg warten: Mit einem Erfolg, dem 15. in einem Riesenslalom, wäre sie alleinige Dritte im Disziplin-Ranking hinter Schneider (20) und Moser-Pröll (16) geworden. Zudem wäre sie mit dem 17. Erfolg in der deutschen Rangliste näher an die drittplatzierte Hilde Gerg (20) rangekommen.

Trotzdem reist sie happy für die Feiertage zurück nach Kreuth, ehe schon am nächsten Freitag in Semmering der nächsten Riesentorlauf ansteht. Rebensburg hatte sich zuletzt selbst unter Druck gesetzt, vor allem nach dem Patzer in Killington. «Da habe ich schon eine Nacht drüber schlafen müssen, das schmerzt», hatte sie der Deutschen Presse-Agentur vor Courchevel erzählt. Der Schmerz ist nun vorbei.

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