Wegen Corona-Pandemie
Skilanglauf-Weltcup ohne Schweden, Norwegen und Finnland

Die besten drei Langlauf-Nationen sind in diesem Jahr nicht mehr am Start. Nach Norwegen verzichten auch die Schweden und Finnen auf zwei Weltcups. Derweil werden in China weitere Wettkämpfe, darunter eine Weltmeisterschaft, coronabedingt abgesagt.

Mittwoch, 02.12.2020, 14:42 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 14:44 Uhr
Hatte angekündigt, bis zum Jahresende nicht mehr im Weltcup dabei sein: Johannes Kläbo aus Norwegen.
Hatte angekündigt, bis zum Jahresende nicht mehr im Weltcup dabei sein: Johannes Kläbo aus Norwegen. Foto: Emmi Korhonen

Berlin (dpa) - Die Corona-Pandemie sorgt im Wintersport für immer größere Probleme.

Während im Skilanglauf nach den Norwegern um ihre Superstars Johannes Kläbo und Therese Johaug auch die Schweden und Finnen auf Starts bei den kommenden Weltcups in Davos und Dresden verzichten, wurden zugleich weitere Wettbewerbe gestrichen. So wurden am Mittwoch coronabedingt die für Februar 2021 in China geplanten Weltmeisterschaften der Snowboarder und Ski-Freestyler ebenso abgesagt wie die vorolympischen Weltcups der alpinen Skirennfahrer, Skispringer, Nordischen Kombinierer und Langläufer. Zuvor waren bereits andere Weltcups in diversen Wintersportarten wegen Corona gestrichen worden.

Wie die norwegischen Langlauf-Asse fürchten auch die Finnen und Schweden, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Damit bleiben drei der erfolgreichsten Skinationen den Wettbewerben in Sachsen und der Schweiz fern. Teamarzt Per Andersson sagte am Mittwoch laut einer Mitteilung des Schwedischen Skiverbandes, man könne zurzeit keine sichere Hin- und Rückreise von und nach Dresden und Davos garantieren. Weder der finnische, noch der schwedische oder der norwegische Skiverband haben bisher entschieden, ob ihre Teams im Januar 2021 bei der Tour de Ski in der Schweiz und Italien antreten werden.

Anders als die drei Top-Nationen wird das deutsche Langlauf-Team den Weltcup in Davos in Angriff nehmen. «Wir werden alle Startplätze besetzen. Wir haben ein gutes Konzept und sind gut aufgestellt», sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder der Deutschen Presse-Agentur. Auf die Frage, wie der Weltverband Fis auf die besondere Lage mit Absagen der Favoriten reagiere, sagte Schlickenrieder: «Wie immer: Gar nicht. Das ist ein Armutszeugnis, was da gerade passiert.»

Die Entscheidung über die Absagen für die Weltmeisterschaften der Snowboarder und Freestyler vom 18. bis 28. Februar kam nach Fis-Angaben vom chinesischen Skiverband und dem Organisationskomitee für Olympia 2022 in Peking. Eigentlich sollten viele Events in diesem Winter Generalproben für die Winterspiele in Asien sein. Vor allem die 14-tägige Quarantäne, die bei einer Einreise nach China vorgeschrieben ist, sei der Grund für die WM-Absage gewesen genau wie für die Weltcupabsagen durch die Fis. Zuvor waren auch schon die vorolympischen Testwettkämpfe der Eisschnellläufer, Shorttracker und Eiskunstläufer in Peking abgesagt worden.

© dpa-infocom, dpa:201201-99-529840/6

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