Topform bestätigt
Olympia-Hoffnung Zacher gewinnt Skicross-Weltcup in Innichen

Nach drei zweiten Plätzen ist Skicrosserin Heidi Zacher auf ihrem Lieblingshang zum ersten Sieg des Winters gerast und hat ihre Rolle als Medaillenfavoritin für Olympia bestätigt. In Südtirol erobert die 29-Jährige die Führung im Weltcup - und will am Freitag mehr.

Donnerstag, 21.12.2017, 15:12 Uhr

Heidi Zacher gewann den Weltcup in Innichen.
Heidi Zacher gewann den Weltcup in Innichen. Foto: Patrick Seeger

Innichen (dpa) - Skicrosserin Heidi Zacher wird immer mehr zu einer der größten deutschen Gold-Hoffnungen für die Olympischen Winterspiele in knapp zwei Monaten. Die Sportlerin aus Lenggries gewann den Weltcup in Innichen und raste damit auch beim vierten Rennen der Saison auf das Podium.

Nachdem sie zuletzt dreimal Zweite geworden war, war die 29-Jährige auf ihrem Lieblingshang nicht zu schlagen und eroberte damit auch die Führung in der Weltcup-Wertung.

«Das war einfach geil», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur nach ihrem vierten Erfolg in den Südtiroler Dolomiten. «Das hier ist gefühlt einfach mein Wohnzimmer.» Nach einer Aufholjagd im Finallauf von Rang vier auf eins feierte Zacher den sechsten Sieg im Weltcup.

An einem spannenden Nachmittag mit schweren K.o.-Rennen siegte sie im Finale vor Georgia Simmerling aus Kanada und Sandra Näslund. Die Schwedin war in diesem Winter zweimal vor Zacher geblieben, musste Rang eins der Gesamtwertung nun aber an die Deutsche abtreten. «Sie ist einfach gut gefahren», lobte der Sportliche Leiter, Heli Herdt, seine beste Athletin. «Sie hat alles richtig gemacht. Sie ist mental stark, fährt extrem gut Ski und hat auch noch super Material.»

Am Freitag will sich die WM-Vierte vom Vorjahr im zweiten Wettkampf in Innichen noch einen perfekten Abschluss des Kalenderjahres bescheren - vor einem Jahr war ihr bereits ein Doppelsieg gelungen.

Die anderen Starter des Deutschen Skiverbands verpassten Spitzenplätze: Celia Funkler, Julia Eichinger und Nina Kloe schieden in den Achtelfinals aus. Bei den Männern schaffte es Paul Eckert ins Viertelfinale, für Franz Pietzko und Florian Wilmsmann war eine Runde früher Schluss. Es gewann der Schweizer Marc Bischofberger.

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