Eisschnelllauf
Mitglieder sollen über Präsidentschaft von Große entscheiden

Nach dem Gespräch mit Präsidentschafts-Bewerber Matthias Große hat das Rumpf-Präsidium der DESG keine Entscheidung über eine Neubesetzung des Führungsgremiums gefällt. Nun sollen die Mitglieder entscheiden.

Donnerstag, 30.01.2020, 16:19 Uhr aktualisiert: 30.01.2020, 16:23 Uhr
Claudia Pechsteins Lebensgefährte Matthias Große möchte Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft werden.
Claudia Pechsteins Lebensgefährte Matthias Große möchte Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft werden. Foto: Jörg Carstensen

Berlin (dpa) - Claudia Pechsteins Lebensgefährte Matthias Große wird nicht direkt ins Präsidium der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft kooptiert.

Daher sollen nun die Mitglieder des Verbandes auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über die Besetzung des DESG-Führungsgremiums entscheiden, teilte der Verband mit.

Am vergangenen Wochenende hatten sich die beiden verbliebenen Präsidiumsmitglieder, Vize-Präsident Uwe Rietzke und Schatzmeister Dieter Wallisch , mit Große in Berlin getroffen, nachdem dieser seine Bewerbung für das Präsidentenamt abgegeben hatte. Seit dem überraschenden Rücktritt von Stefanie Teeuwen im November ist das Präsidentenamt vakant, die DESG ist nicht erst seit diesem Zeitpunkt von großen finanziellen Problemen geplagt.

Wallisch und Rietzke sprachen von einer «konstruktiven und DESG-zukunftsorientierten» Unterredung mit Große, bei der der Berliner Immobilien-Manager auch Möglichkeiten zur kurzfristigen Akquise von Sponsoren und Förderern aufgezeigt habe - mit dem Ziel einer nachhaltig langfristigen Liquidität für den Verband. Schatzmeister Wallisch hatte den Finanzbedarf wegen Fehlens eines Hauptsponsors auf rund 400.000 Euro ab April beziffert.

«Es freut mich, dass die beiden DESG-Präsidiumsmitglieder unser Gespräch genauso empfunden haben wie ich. Es ist aus meiner Sicht genau der richtige Weg, nun möglichst schnell die Weichen dafür zu stellen, dass der neue DESG-Präsident demokratisch gewählt werden kann», sagte Große der Deutschen Presse-Agentur . «Es ist wichtig, dass der Verband ohne Verzögerung wieder handlungsfähig wird, denn die Probleme verkleinern sich nicht von alleine.»

Auch Rainer Erdmann, der Sprecher des Zukunftsgremiums «DESG gemeinsam retten» wertete die Einberufung einer außerordentlichen Versammlung als richtige Entscheidung, um «demokratisch die Mitglieder entscheiden» zu lassen. Zuvor hatte er aus den Landesverbänden «keine deutliche Zustimmung für das weiterhin unkonkrete Konzept von Matthias Große» wahrgenommen. Die DESG habe nun die «Entscheidungs-Fähigkeit wiedergewonnen, die so lange von vielen vermisst wurde», sagte Erdmann der Deutschen Presse-Agentur. Die DESG-Führung bemühe sich nun wieder um Sachlichkeit.

Wie die DESG mitteilte, soll die Mitgliederversammlung «zeitnah» stattfinden, nach dpa-Informationen aber nicht vor Abschluss der Eisschnelllauf-Saison Mitte März. «Es wäre schön, wenn dann Konzepte und nicht nur Namen zur Wahl stünden», sagte Erdmann.

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