FCA jubelt
Eintracht-Dämpfer vor Arsenal nach «verschlafenem» Start

So hatte sich Frankfurt die Einstimmung auf den Europacup-Kracher gegen Arsenal nicht vorgestellt. Beim Angstgegner Augsburg handelt sich die Hütter-Truppe vor der Pause zwei Tore ein - danach fehlen die Ideen zur Aufholjagd. Dem FCA fällt indes ein Stein vom Herzen.

Samstag, 14.09.2019, 19:07 Uhr aktualisiert: 14.09.2019, 19:10 Uhr
Augsburgs Torschütze Florian Niederlechner (l) und Alfred Finnbogason jubeln mit der Mannschaft über den Treffer zum 2:0.
Augsburgs Torschütze Florian Niederlechner (l) und Alfred Finnbogason jubeln mit der Mannschaft über den Treffer zum 2:0. Foto: Matthias Balk

Augsburg (dpa) - Nach dem ärgerlichen Dämpfer ließen sich die Profis der Frankfurter Eintracht minutenlang von den eigenen Fans aufbauen.

Das 1:2 (0:2) beim FC Augsburg und damit die vergeigte Generalprobe für den Europa-League-Höhepunkt gegen den FC Arsenal aber nervte die Hessen deutlich. «Die haben wir verschlafen», sagte Trainer Adi Hütter am Samstag zur ersten Halbzeit gegen konterstarke Augsburger. Ein Aufbäumen nach der Pause und Gonçalo Paciencias Tor (73. Minute) reichten nicht zum doch noch versöhnlichen Remis. «Es ist ärgerlich, dass wir mit null Punkten nach Hause fahren», sagte Hütter.

Auch die Augsburger standen nach dem Abpfiff am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga lange vor ihrer Fankurve - und konnten erleichtert aufjubeln. Mit beherztem Einsatz feierten die Schwaben den ersten Saisonsieg und verließen die Abstiegszone. Marco Richter (35.) und Florian Niederlechner (43.) erzielten die erlösenden Tore. «Vier Punkte in vier Spielen, das ist ein passabler Start», resümierte Trainer Martin Schmidt. «Aber wir dürfen uns nicht zurücklehnen.»

Dann sagte der Schweizer Coach in Richtung seines Eintracht-Kollegen, dass er sich schon auf den Fernsehabend am Donnerstag freue, wenn Frankfurt wieder international dran ist. Dann aber müssen sich die Hessen steigern, um keinen Fehlstart in die Vorrunde hinzulegen.

Die Rollenverteilungen waren klar: Eintracht versuchte das Spiel zu kontrollieren und Unsicherheiten in der dezimierten Augsburger Abwehr auszunutzen. Die Gastgeber verschrieben sich den Tempogegenstößen. «Augsburg hatte einen super Matchplan», lobte Hütter.

Und der Plan ging auf für den FCA - auch wenn vor dem Führungstreffer gleich zwei riesengroße Chancen ausgelassen wurden. Schon nach einer halben Minute scheiterte Niederlechner allein im Strafraum an Torhüter Kevin Trapp. In der 33. Minute hatte Alfred Finnbogason den Keeper überwunden, ehe sein Versuch von Verteidiger Martin Hinteregger - der nach dem unrühmlichen Ende seiner FCA-Zeit bei der Rückkehr bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde - geklärt wurde.

Die Stürmer Finnbogason und Niederlechner aber machten ihre Fehler vor dem gegnerischen Tor wett. Zunächst legte der Isländer, der sein Startelf-Debüt gab und den angeschlagenen Daniel Baier als Kapitän vertrat, per Kopf auf Richter ab und der U21-Vize-Europameister ließ sich die Chance im Strafraum nicht entgehen. Wenig später verzückte dann Niederlechner den Großteil der 28.513 Fans, als er einen famosen Weitschuss an Trapp vorbei genau in den Winkel setzte.

«Das war ein unglaublich wichtiger Sieg für uns», sagte der im Sommer neu verpflichtete Niederlechner, der mit vier Scorerpunkte nach vier Spielen einen Start nach Maß hinlegte. «Der Druck war da.»

Die Eintracht konnte 70 Prozent Ballbesitz nur in ein Tor ummünzen. Der im Tausch für Ante Rebic vom AC Mailand geholten André Silva tat sich bei seinem Debüt neben Paciencia schwer. Die Hessen schafften es zwar, die Abwehrkette des FCA mit Steilpässen oft zu hintergehen, der Abschluss aber ging zumeist schief. Die größte Chance vergab vor der Pause Paciencia mit einem Pfostenschuss (14.). Gegen den Angstgegner - in 14 Liga-Duellen sprangen nur drei Siege heraus - kam Frankfurt zwar noch zum Anschlusstreffer. Das Happy End aber blieb aus.

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