Hinter den Kulissen
Münster-Tatort mit Insiderwissen

Münster -

Sie kommen aus Münster. Aber sie kommen nur wegen des Tatorts zurück. Alexander Dominitzki und Rodja Kükenthal arbeiten im Technik-Team.

Freitag, 29.04.2016, 09:04 Uhr

Münster-Kenner unter sich (v.l.): Kameramann Rodja Kükenthal und Aufnahmeleiter Alexander Dominitzki wissen als frühere Münsteraner genau, wo Axel Prahl und Jan Josef Liefers in der Stadt am besten ermitteln können.
Münster-Kenner unter sich (v.l.): Kameramann Rodja Kükenthal und Aufnahmeleiter Alexander Dominitzki wissen als frühere Münsteraner genau, wo Axel Prahl und Jan Josef Liefers in der Stadt am besten ermitteln können. Foto: Jürgen Peperhowe

Die beiden Helden kennen Münster wie ihre eigene Westentasche. Nein, gemeint sind diesmal nicht die bekannten Münster-Ermittler Axel Prahl (Kommissar Thiel) und Jan Josef Liefers (Prof. Boerne), sondern zwei Männer hinter der Kamera : Alexander Dominitzki und Rodja Kükenthal .

Beide sind gebürtige Münsteraner und dann in die große, weite Welt gezogen. Und beide sind für wenige Tage in ihre alte Heimatstadt zurückgekehrt, um dort die neueste Tatort-Folge mit dem Titel „Feierstunde“ zu drehen – Dominitzki, der am Mittwoch auch noch Geburtstag hatte, als Aufnahmeleiter, Kükenthal als verantwortlicher Kameramann.

 

10 spannende Fakten zum Münster-Tatort

1/10
  • Tatort „Der doppelte Lott“: Im achten Tatort haben die beiden Kölner Kollegen Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) einen Gastauftritt. Hier rekonstruiert der Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, r.) den aktuellen Mord: Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, M.), spielt den Verdächtigen, der russische Lokalbesitzer Gennadi Krusenstern (Rezzo Tschchikwischwili) das Opfer.

    Foto: WDR/Michael Böhme
  • Tatort „Spargelzeit“: Der in Hagen geborene Schauspieler Jörg Hartmann hat in dieser Episode einen Gastauftritt. Seit 2012 ist er selbst im Tatort-Team vertreten als Chefermittler Peter Faber in Dortmund.

    Foto: NDR/WDR/Martin Menke
  • Die nebeneinander liegenden Wohnungen von Thiel und Boerne als auch die Autos Boernes wechseln seit Beginn der Reihe ständig.

    Foto: WDR/Stephan Rabold
  • Tatort „Wolfsstunde“: In dieser Episode hatte Jörg Pilawa einen Gastauftritt.

    Foto: WDR/Uwe Stratmann
  • Tatort „Herrenabend“: Für den von Jan Josef Liefers gespielten Rechtsmediziner Professor Boerne gibt es reales Vorbild: Professor Bernd Brinkmann, der von 1981 bis Juli 2007 Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster war.

    Foto: SWR/WDR/Willi Weber
  • In den ersten Folgen hat Kommissar Thiel keinen Führerschein und muss sich oft von anderen Leuten fahren lassen, später darf er selbst fahren.

    Foto: rbb/WDR/Uwe Stratmann
  • Das Schauspielerteam des Tatorts Münster mit Jan Josef Liefers, Axel Prahl, Christine Urspruch, Mechthild Großmann, Friederike Kempter und Claus Dieter Clausnitzer war „für langjährige herausragende Leistung in der humoristischen Fernsehunterhaltung“ für den Grimme-Preis 2012 in der Kategorie „Unterhaltung/Spezial“ nominiert.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Die Dreharbeiten finden hauptsächlich in Köln und Umgebung statt. In Münster selbst werden Außenszenen gedreht. Das Thema Fahrradstadt und Fahrradklau wird ebenfalls häufig thematisiert.

    Foto: WDR/Michael Böhme
  • Tatort Mörderspiele: Im Aasee wurde eine Leiche gefunden. Mehrere Folgen aus Münster erreichten hohe Einschaltquoten. Diese Folge hatte eine von 24 Prozent Marktanteil (8,34 Millionen Zuschauer). Die Folge Schwanensee, die auch - teilweise - am Aasee gedreht wurde, erreichte 13,6 Millionen Zuschauer - die meistgesehene Sendung des Jahres 2015 überhaupt.

    Foto: WDR/Michael Böhme
  • „Permanente Gegenwart“: Der erste Tatort „Der dunkle Fleck“ wurde 2002 ausgestrahlt. Der Sohn von Kommissar Thiel (Axel Prahl) ist in dieser Folge 12 Jahre alt. Sechs Jahre später in der Folge „Wolfsstunde“ ist er immer noch 12 Jahre alt.

    Foto: WDR/Thomas Kost

 

Kükenthal gab mit seinem münsterischen Insiderwissen dann auch den entscheidenden Tipp, wo der passende Hörsaal für die am Donnerstag gedrehte Massenszene zu finden ist – im repräsentativen Schloss. „Ich selbst war an der Uni mal für Physik eingeschrieben. Dabei ist es auch geblieben“, plaudert Kükenthal, während Schauspieler Axel Prahl mit einem großen Kaffeebecher in der Hand die Treppe zum Foyer hintergeht.

Auflauf bei Tatort-Dreharbeiten im Schloss Münster

Fast 200 Komparsen, darunter sogar welche aus Österreich und Schweden, sind am Donnerstagmittag in der Aula dabei. Die Massenszene verlangt höchsten Konzentration von allen Darstellern und sorgt für zeitliche Verzögerungen. Prof. Boerne (Jan Josef Liefers) lässt sich gerade feiern oder feiert sich – besser gesagt – selbst, weil er einen dicken Batzen Fördergelder zugesprochen bekam. Später wird die Sause in einem Restaurant fortgesetzt – mit abrupten Ende, weil ein anderer Professor, den der Fördersegen nicht erreichte, dort Geiseln nimmt. „Es wird spannend. Diese Folge ist ein Thriller“, ist aus der Produktionsmannschaft zu hören.

Drei Tage dreht die Crew in Münster – bis einschließlich Freitag. Nicht nur das Schloss, auch der Prinzipalmarkt und der Domplatz werden zu sehen sein. Gezeigt wird die „Feierstunde“ im Herbst 2017 – als 30. Münster-Tatort. Bereits am 8. Mai ist die Erstausstrahlung von „Ein Fuß kommt selten allein“ zu sehen. Dieser Münster-Tatort spielt im Tanzschulen-Milieu.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3966461?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F87%2F3862662%2F4847783%2F4847792%2F
Nachrichten-Ticker