Nach Feuer in Ochtrup
Führen verdächtige Facebook-Posts zur Brandursache?

Ochtrup - Die Rauchentwicklung war bereits von weitem sichtbar: Bis zu 70 Feuerwehrleute kämpften in der Nacht zum Samstag im Ochtruper Deipenbrook gegen die Flammen. Aus bislang ungeklärter Ursache war der Brand nach Mitternacht in einem Gewerbebetrieb ausgebrochen.

Samstag, 30.04.2016, 11:04 Uhr

Rund 70 Einsatzkräfte waren zum Brand in Ochtrup geeilt.
Rund 70 Einsatzkräfte waren zum Brand in Ochtrup geeilt. Foto: Jens Keblat

Um 0.53 Uhr sind die Frauen und Männer von der Freiwilligen Feuerwehr Vollalarm zu dem Brandobjekt alarmiert worden. Auch ein Rettungswagen und die Polizei eilten zu dem Einsatz. Anfangs waren die Einsatzkräfte noch davon ausgegangen, dass es sich bei dem betroffenen Gebäude um den Hagebaumarkt handelt. Tatsächlich brannte es jedoch in einem früheren Gebäudekomplex des Baumarktes.

Dazu Feuerwehr-Einsatzleiter Karl Wierling : „Wir sind gerufen worden wegen eines Vollbrandes bei der Firma Hagebau hier in Ochtrup , betroffen war aber ein älteres Gebäude, in dem heute ein Möbellager und ein Teil des Baumarktes untergebracht sind. Im Bereich des Heizungsraumes ist es zu dem Brand gekommen, dieser Raum ist auch komplett ausgebrannt und auch das Dach ist auf einer Größe von etwa 25 Quadratmetern durchgebrannt.“

Durch das schnelle Vorgehen der bis zu 70 ehrenamtlichen Wehrleute von allen drei Standorten der Feuerwehr habe man zwar Schlimmeres verhindern können, aber „es war relativ schwierig, durch verschiedene Baugelegenheiten hier an das Brandobjekt heranzukommen“, so Wierling. „Insofern mussten wir viel Schlauchmaterial verwenden, um direkt an den Brandort heranzukommen. Ein Problem war sicherlich, dass wir diesen fensterlosen Raum so von außen nicht betreten konnten. Aber auch das haben wir dann relativ schnell in den Griff bekommen.“

Großbrand im Ochtruper Gewerbegebiet

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Asbest-Gefahr

Eine weitere Gefahr: Asbest. Wierling: „Wir hatten die Problematik, dass es sich um ein Lagergebäude aus den 1980er Jahren handelt. Und da dies mit einer Eternitbedachung versehen ist, gehen wir davon aus, dass diese Bedachung auch sicherlich mindestens teilweise mit Asbest ausgelegt ist. Da kann es durch den Brand zu entsprechenden Ausflockungen kommen. Wir haben dieses weitere Problem in Rücksprache mit dem Landesumweltamt in Essen geklärt.“

Die Folge: die komplette Einsatzbekleidung aller direkt am Brandobjekt eingesetzten Kräfte wird speziell gereinigt. Noch an der Einsatzstelle wechselten zahlreiche Kräfte ihre Kleidung. Wierling: „Die Kleidung wird so separiert und einer fachgerechten Reinigung zugeführt. Eine Gefahr für Bevölkerung bestand hier bei diesem Brand aber auf keinen Fall.“

Suche nach der Brandursache

Stundenlang dauerten die aufwendigen Löscharbeiten. Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei wird jetzt die weitergehenden Ermittlungen aufnehmen. Sie wird dabei auch den Fokus auf einige Beiträge in sozialen Medien richten, denn bereits in einem frühen Stadium des Einsatzes, möglicherweise sogar noch vor Absetzen eines ersten Notrufes, so ein zeitweiser Verdacht der Beamten vor Ort, tauchten Bilder von dem Brand etwa bei Facebook auf. Im Bereich der Einsatzstelle kontrollierten die Beamten deshalb zahlreiche Fahrzeuge und Personen, nachdem diese sich dem Brandobjekt immer wieder auffallend genähert hatten. 

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