Gedenkveranstaltung zum Anschlag in Hiltrup
„Bündnis für Willkommenskultur“

Münster -

Nicht Gedenken stand im Vordergrund der Kundgebung nach dem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Hiltrup. Für Integrationsratschef Dr. Ömer Yaviz kommt es darauf an, die Stadt flüchtlingsfreundlich zu gestalten.

Montag, 09.05.2016, 21:05 Uhr

Kundgebung nach dem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsheim in Hiltrup: Hier tanzen die No Label Dancers vom Cactus Theater.
Kundgebung nach dem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsheim in Hiltrup: Hier tanzen die No Label Dancers vom Cactus Theater. Foto: Oliver Werner

„In Münster besteht ein breites Bündnis für Willkommenskultur .“ Dr. Ömer Yavuz , Vorsitzender des Integrationsrates, ist sich da ganz sicher. Auch nach dem Brandanschlag, dem in der vorletzten Woche eine im Bau befindliche Flüchtlingsunterkunft in Hiltrup zum Opfer fiel: „Wir lassen uns nicht einschüchtern.“

Ein „Trotzalledem“, das am Montagabend bei einer Kundgebung auf dem Platz des Westfälischen Friedens den Tenor der Reden bestimmte. Eingeladen hatte ein breites Bündnis der großen Rathausparteien, Gewerkschaften, Verbände, Kirchen und des Integrationsrates der Stadt.

Kundgebung gegen Fremdenhass

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    Foto: Oliver Werner
  • Im Rathausinnehof demonstrierte ein breites Bündnis von Rathausparteien, von Kirchen und vielen gesellschaftlichen Gruppierungen gegen den Brandanschlag gegen ein Flüchtlingsheim in Hiltrup. Die Reden von Oberbürgermeister Markus Lewe und anderen Vertretern wurden ergänzt von einem Kulturprogramm. Foto: Oliver Werner
  • Pit Budde sang.

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  • Im Rathausinnehof demonstrierte ein breites Bündnis von Rathausparteien, von Kirchen und vielen gesellschaftlichen Gruppierungen gegen den Brandanschlag gegen ein Flüchtlingsheim in Hiltrup. Die Reden von Oberbürgermeister Markus Lewe und anderen Vertretern wurden ergänzt von einem Kulturprogramm. Foto: Oliver Werner
  • Markus Lewe appellierte an die Stadgesellschaft.

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  • Das Cactus-Theater sorgte für Schwung.

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  • Im Rathausinnehof demonstrierte ein breites Bündnis von Rathausparteien, von Kirchen und vielen gesellschaftlichen Gruppierungen gegen den Brandanschlag gegen ein Flüchtlingsheim in Hiltrup. Die Reden von Oberbürgermeister Markus Lewe und anderen Vertretern wurden ergänzt von einem Kulturprogramm. Foto: Oliver Werner
  • Im Rathausinnehof demonstrierte ein breites Bündnis von Rathausparteien, von Kirchen und vielen gesellschaftlichen Gruppierungen gegen den Brandanschlag gegen ein Flüchtlingsheim in Hiltrup. Die Reden von Oberbürgermeister Markus Lewe und anderen Vertretern wurden ergänzt von einem Kulturprogramm. Foto: Oliver Werner
  • Integrationsrats-Vorsitzender Dr. Ömer Yavuz.

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  • Im Rathausinnehof demonstrierte ein breites Bündnis von Rathausparteien, von Kirchen und vielen gesellschaftlichen Gruppierungen gegen den Brandanschlag gegen ein Flüchtlingsheim in Hiltrup. Die Reden von Oberbürgermeister Markus Lewe und anderen Vertretern wurden ergänzt von einem Kulturprogramm. Foto: Oliver Werner
  • Im Rathausinnehof demonstrierte ein breites Bündnis von Rathausparteien, von Kirchen und vielen gesellschaftlichen Gruppierungen gegen den Brandanschlag gegen ein Flüchtlingsheim in Hiltrup. Die Reden von Oberbürgermeister Markus Lewe und anderen Vertretern wurden ergänzt von einem Kulturprogramm. Foto: Oliver Werner
  • Integrationsrats-Vorsitzender Dr. Ömer Yavuz.

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  • Im Rathausinnehof demonstrierte ein breites Bündnis von Rathausparteien, von Kirchen und vielen gesellschaftlichen Gruppierungen gegen den Brandanschlag gegen ein Flüchtlingsheim in Hiltrup. Die Reden von Oberbürgermeister Markus Lewe und anderen Vertretern wurden ergänzt von einem Kulturprogramm. Foto: Oliver Werner
  • Im Rathausinnehof demonstrierte ein breites Bündnis von Rathausparteien, von Kirchen und vielen gesellschaftlichen Gruppierungen gegen den Brandanschlag gegen ein Flüchtlingsheim in Hiltrup. Die Reden von Oberbürgermeister Markus Lewe und anderen Vertretern wurden ergänzt von einem Kulturprogramm. Foto: Oliver Werner
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  • Im Rathausinnehof demonstrierte ein breites Bündnis von Rathausparteien, von Kirchen und vielen gesellschaftlichen Gruppierungen gegen den Brandanschlag gegen ein Flüchtlingsheim in Hiltrup. Die Reden von Oberbürgermeister Markus Lewe und anderen Vertretern wurden ergänzt von einem Kulturprogramm. Foto: Oliver Werner

Yavuz forderte vor rund 400 Zuhörern, bürokratische Hemmnisse für Flüchtlinge abzubauen. Es dauere zu lange, bis sie registriert würden. Und es könne nicht angehen, dass zum Beispiel Schwangere bis zu ihrer Entbindung in Übergangsheimen leben müssten. Zudem sei es nicht akzeptabel, wenn Flüchtlingskinder in einigen Stadtbezirken „für den Erhalt bedrohter Schulformen instrumentalisiert werden“.

Für Oberbürgermeister Markus Lewe hat der Brandanschlag in Hiltrup „eine tiefe Wunde gerissen“. Er rief die Stadtgesellschaft dazu auf, „ein Zeichen zu setzen für ein gutes und sicheres Zuhause.“

Diese Organisationen haben eingeladen

Begegnungszentrum Kinderhaus, CSD Münster e.V., Evangelischer Kirchenkreis Münster, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) – Stadtverband Münster, Integrationsrat der Stadt Münster, Initiative starke Innenstadt Münster e.V-, Katholisches Stadtdekanat Münster, Münster GEGEN Pegida, Verband Münsterländischer Metallindustrieller e.V., ündnis90/Die Grünen/GAL (Grüne) – Kreisverband Münster, Christlich-Demokratische Union (CDU), Kreisverband Münster, Die LINKE – Ratsfraktion Münster, Freie Demokratische Partei (FDP) – Kreisverband Münster, Piratenpartei Münster, Ökologisch-demokratische Partei – Kreisverband Münster, Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) – Unterbezirk Münster.

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Kundgebung gegen Fremdenhass

 

Saeid Samar, Flüchtlingskoordinator der Evange­lischen Kirche, bedauerte, „dass der rassistisch bornierte Ton mancher Kreise auch bei uns angekommen ist“. Und das, obwohl in Münster eine vernünftige Politik betrieben werde. Jetzt komme es nicht nur darauf an, Durchhalteparolen durchzugeben: „Wir müssen uns gemeinsam überlegen, wie wir Integration schaffen können.“

Kulturell war die Kundgebung eine Mischung aus Protestliedgut – von Pit Budde - und von Beiträgen mit internationalem Touch. Juliette und Carine aus Kamerun witzelten über deutsche Vorurteile. Die „No Label Dancers“ vom Cactus-Theater brachten das Publikum in Schwingung. Migration, das wurde deutlich, bringt selbst die Westfalen auf Trab. Vor allem Linda Lulka Suarez machte das deutlich. Die Münsteranerin mit spanischen Wurzeln legte einen satten schwarzen Soul vor. Ein toller Mix, der zu dem passte, was Inte­grationsrats-Chef Ömer Yavuz schilderte: Jeder fünfte Münsteraner habe einen Migrationshintergrund. Es komme jetzt darauf an, dass Migranten auch angemessen in der Gesellschaft repräsentiert sein sollten. Noch immer seien etwa in der Stadtverwaltung zu wenige Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigt.

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