Konditorei Mönnig
Der Chef liebt Sahnetorten

Münster -

Die „Konditorei Mönnig“, seit 1898 in Familienbesitz, hat einen neuen Chef. Manuel Mönnigs Spezialität sind Sahnetorten.

Mittwoch, 08.06.2016, 10:06 Uhr

Manuel Mönnig hat die gleichnamige Konditorei übernommen.
Manuel Mönnig hat die gleichnamige Konditorei übernommen. Foto: kal

Auf dem alten Schwarz-Weiß-Foto ist ein schmuckes Haus zu sehen, über dem Eingang steht „ Fritz Mönnig “. Das Haus an der Hammer Straße gibt es nicht mehr, es wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Danach folgte der Wiederaufbau, 118 Jahre nach der Gründung werden auch heute noch in der „Konditorei Mönnig“ Kuchen, Torten, Pralinen und andere Leckereien serviert. Neuer Chef ist seit Kurzem Manuel Mönnig (40). Damit ist die Konditorei seit mittlerweile vier Generationen in Familienhand.

Etliche andere Traditionshäuser sind in den vergangenen Jahren verschwunden – darunter das „Schucan“ und das „Café Kleimann“ am Prinzipalmarkt. Ein Teil von ihnen lebt allerdings bei Mönnig weiter. „Einige Produkte werden bei uns nach den Rezepten von Schucan und Kleimann gefertigt“, berichtet Mönnig.

Und das kommt nicht von ungefähr: Mönnig war einst Lehrling bei Kleimann, schloss als Jahrgangsbester ab. Seine Spezialität seien bis heute Sahnetorten und Pralinen, berichtet der 40-Jährige.

Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg wurden an der Hammer Straße Torten serviert.

Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg wurden an der Hammer Straße Torten serviert.

Die Geschichte der Konditorei Mönnig begann 1898 an der Graelstraße, wenige Jahre später erfolgte der Umzug an die Hammer Straße – dorthin, wo sich das Stammhaus nach wie vor befindet. „Die eine Hälfte des Gebäudes war damals ein Tante-Emma-Laden, in der anderen befand sich eine Bäckerei .“ Nach dem Krieg stand nur noch die Backstube im Hof – genug, um wieder mit dem Backen zu beginnen. Zugleich wurde das Haus wiederaufgebaut – „zum Teil aus Steinen des Vorgängerbaus, man kann sie heute noch erkennen“, berichtet Manuel Mönnig.

Seitdem wurde das Stammhaus nicht nur wiederholt renoviert, Mönnig öffnete auch neue Filialen. Heute betreibt die Konditorei eine Dependance an der Nordstraße und das Emscafé in Telgte, auch die Bäckerei Meyer-Potthoff an der Frauenstraße gehört zu Mönnig. Insgesamt rund 20 Mitarbeiter sind hier beschäftigt.

„Ich wollte immer selbstständig sein und mache diesen Beruf wirklich gerne“, betont Konditormeister Manuel Mönnig. Dass er eine Sieben-Tage-Woche hat, nehme er gerne in Kauf. Immerhin: Beim Chef geht der Wecker erst um 5 Uhr – „samstags muss ich allerdings um 4 und sonntags um 3 raus“. Dafür kommen heute gerade sonntags viele Kunden später als früher: „Brötchen“, sagt Mönnig, „werden immer öfter erst gegen Mittag gekauft.“

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