3.300 Pokémon-Fans im Allwetterzoo Münster
Monstersuche zwischen Pinguinen und Pelikanen

Münster -

Münsters Zoo hat seine Türen am Donnerstagabend noch einmal für zwei Stunden geöffnet – extra für Pokémon-Fans. Die vornehmlich jungen Online-Spieler suchten zwischen Pinguinen, Pelikanen und Malaienbären nach Monstern wie Relaxo, Pinsir oder Schiggy.

Freitag, 05.08.2016, 11:08 Uhr

1/10
  • 3.300 Pokémon-Jäger besuchten am Donnerstagabend den Allwetterzoo Münster. Die Einnahmen in Höhe von 16 500 Euro fließen in die Artenschutz-Projekte des Zoos nach Vietnam und Kambodscha. Foto: Allwetterzoo Münster
  • 3.300 Pokémon-Jäger besuchten am Donnerstagabend den Allwetterzoo Münster. Die Einnahmen in Höhe von 16 500 Euro fließen in die Artenschutz-Projekte des Zoos nach Vietnam und Kambodscha. Foto: Allwetterzoo Münster
  • 3.300 Pokémon-Jäger besuchten am Donnerstagabend den Allwetterzoo Münster. Die Einnahmen in Höhe von 16 500 Euro fließen in die Artenschutz-Projekte des Zoos nach Vietnam und Kambodscha. Foto: Allwetterzoo Münster
  • 3.300 Pokémon-Jäger besuchten am Donnerstagabend den Allwetterzoo Münster. Die Einnahmen in Höhe von 16 500 Euro fließen in die Artenschutz-Projekte des Zoos nach Vietnam und Kambodscha. Foto: Allwetterzoo Münster
  • 3.300 Pokémon-Jäger besuchten am Donnerstagabend den Allwetterzoo Münster. Die Einnahmen in Höhe von 16 500 Euro fließen in die Artenschutz-Projekte des Zoos nach Vietnam und Kambodscha. Foto: Allwetterzoo Münster
  • 3.300 Pokémon-Jäger besuchten am Donnerstagabend den Allwetterzoo Münster. Die Einnahmen in Höhe von 16 500 Euro fließen in die Artenschutz-Projekte des Zoos nach Vietnam und Kambodscha. Foto: Allwetterzoo Münster
  • 3.300 Pokémon-Jäger besuchten am Donnerstagabend den Allwetterzoo Münster. Die Einnahmen in Höhe von 16 500 Euro fließen in die Artenschutz-Projekte des Zoos nach Vietnam und Kambodscha. Foto: Allwetterzoo Münster
  • 3.300 Pokémon-Jäger besuchten am Donnerstagabend den Allwetterzoo Münster. Die Einnahmen in Höhe von 16 500 Euro fließen in die Artenschutz-Projekte des Zoos nach Vietnam und Kambodscha. Foto: Allwetterzoo Münster
  • 3.300 Pokémon-Jäger besuchten am Donnerstagabend den Allwetterzoo Münster. Die Einnahmen in Höhe von 16 500 Euro fließen in die Artenschutz-Projekte des Zoos nach Vietnam und Kambodscha. Foto: Allwetterzoo Münster
  • 3.300 Pokémon-Jäger besuchten am Donnerstagabend den Allwetterzoo Münster. Die Einnahmen in Höhe von 16 500 Euro fließen in die Artenschutz-Projekte des Zoos nach Vietnam und Kambodscha. Foto: Allwetterzoo Münster

Schon aus weiter Ferne ist sie gut zu erkennen: Am Donnerstagabend hat sich vor dem Allwetterzoo eine Armada größtenteils junger Menschen versammelt. Mit ihren Smartphones bewaffnet warten sie ungeduldig vor dem Eingang, um endlich auf die ersehnte Jagd zu gehen. Allerdings kommen die Eindringlinge überwiegend nicht wegen der Tiere, die sie im Zoo bestaunen können. Vielmehr wollen sie ihre virtuellen Spielfähigkeiten ausleben. Sie sind passionierte Zocker des mittlerweile zu großer Berühmtheit gekommenen Spiels „ Pokémon Go“, bei dem es darum geht, möglichst viele gleichnamige Fantasiewesen zu fangen. „Es ist eine Win-Win-Situation. Wir wollen den Pokémon-Spielern etwas Gutes tun und gleichzeitig damit unsere Projekte fördern“, erklärt Zoo-Direktor Dr. Thomas Wilms .

Kulturpessimisten und Verfechter klassischer Bildungsformate wollen in solchen Aktionen vermutlich den Untergang des Abendlandes erkennen. Doch hat der Hype um die App vor allem für den Zoo einen positiven Effekt. Im Vorfeld wurde ein Eintrittspreis von lediglich fünf Euro festgesetzt. Die Erlöse aus der virtuellen Jagd werden vollständig an zwei Natur- und Artenschutzprojekte gespendet. Damit soll unter anderem das Überleben einer seltenen Affenart in Vietnam finanziert werden. „Wir wollten den Enthusiasmus für das Spiel gezielt mit dem Naturschutz verbinden“, sagt Zoo-Direktor Wilms.

Lock-Module im Zoo aktiviert

Einer der passionierten Spieler, die an diesem Abend in den Allwetterzoo gekommen sind, ist Sebastian Middendorf . Auch er versucht, die vielen Lock-Module anzusteuern. Diese wurden von Mitarbeitern des Zoos im Vorfeld aktiviert, um Pokémons gezielt an bestimmte Punkte zu locken. Middendorff zückt sein Smartphone und zeigt, wie die Spielumgebung auf dem digitalen Alleskönner aussieht. Schließlich ist Pokémon Go ein positionsbezogenes Spiel, die Spielumgebung hängt vom Standort des Benutzers ab.

Neuigkeiten zur Pokémon-Jagd in Münster

Middendorf ist begeistert von der Resonanz, die das Spiel auch in Münster erfahren hat. Er hat mit Bekannten eine Facebook-Gruppe gegründet , auf der Neuigkeiten zur Pokémon-Jagd in der Stadt bekannt gegeben werden. „Man lernt viele neue Leute kennen. Wenn man mit anderen Spielern zusammenspielt, sind alle umso erfolgreicher.“ So sieht es auch Mathieu Waldeck, der den Hype um das Spiel „einfach nur cool findet.“ Gleichwohl geht er davon aus, dass solche Aktionen wie im Zoo die Ausnahme bleiben werden, weil das Interesse am Spiel eher abnehmen werde.

Gut für die passionierten Spieler, denn an diesem Abend gibt es massive Probleme mit dem Handy-Empfang. Einige beenden deshalb die Pokémon-Jagd frühzeitig und schauen sich lieber die Tiere an. Ein gutes Zeichen also, dass selbst bei Pokémon-Spielern die echten Tiere weiterhin von großem Interesse sind.

Aktion ein voller Erfolg für den Allwetterzoo

Die Einnahmen in Höhe von 16.500 Euro fließen in die Artenschutz-Projekte des Zoos nach Vietnam und Kambodscha. Die erste „Pokémon-Jagd im Allwetterzoo“ am 4. August war für den Zoo ein voller Erfolg: 3.300 „Jäger“ aus ganz Nordrhein-Westfalen kamen am Donnerstagabend zum Zoo auf die Sentruper Höhe. Bei einem Eintritt von 5 Euro pro Person kamen somit 16.500 Euro zusammen. Das Geld wird für die beiden Artenschutzprojekte des Allwetterzoo in Vietnam und Kambodscha gespendet, informiert der Zoo in einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung.

„Ab 18.30 Uhr füllte sich der Zoovorplatz“, so Zoodirektor Dr. Thomas Wilms. “Kurz vor Toröffnung um 19.20 Uhr war der komplette Zoovorplatz gefüllt, die Schlangen gingen sogar fast bis zum Mühlenhof Museum. Die Stimmung war super, alle waren entspannt und warteten geduldig bis wir um 19.30 Uhr den Zoo geöffnet haben“, so Wilms begeistert.

Und auch im Zoo verlief die Veranstaltung sehr harmonisch. Die Jäger waren meist in Kleingruppen von drei bis sechs Personen unterwegs. Zwischendurch war das allgemeine  WLAN-Netz überlastet. Die Pokémon-Jäger nahmen dies aber gelassen und schauten sich derweil die Tiere an. „So wie die Veranstaltung begonnen hatte, so endete sie auch. Alle waren entspannt und sehr gut gelaunt“, erklärt Wilms. „Wir sind mehr als zufrieden mit den Pokémon-Gästen. Ein großes Lob von unserer Seite für das vorbildliche Verhalten! Und wir freuen uns, dass eine so große Summe für unsere Artenschutzprojekte in Asien zusammen gekommen ist!“


Die Stadt Münster informiert

Power für Pokémonspieler
Münster Marketing verleiht mobile Akkus zum Aufladen von Handys

Rattfratz, Taubsi und Traumato tummeln sich virtuell auf Münsters Straßen. Rund ums Stadthaus, am Rathaus, auf dem Prinzipalmarkt, entlang der Salzstraße am Aassee - die Stadt ist voll von Pokéstops und Münster eine Hochburg für Pokémonspieler. Damit diesen bei der Jagd auf Dragoran, Glurak oder gar auf das legendäre Mewtu nicht die Energie ausgeht, verleiht Münster Marketing mobile Akkus zum Aufladen von Handys.

Den neuen Service bieten die Münster-Information im Stadthaus 1 und die Tourist-Info in der Bürgerhalle des Rathauses. Dort können sich Spielerinnen und Spieler sogenannte Powerbanks ausleihen, um ihre Handys oder Tablets unterwegs wieder aufzuladen. Die mobilen Akkus haben eine Leistung von 4000 Amperestunden und reichen aus, um zweimal ein Handy oder einmal ein Tablet aufzuladen. Der Service ist kostenfrei. Es muss lediglich ein Pfand von 15 Euro pro Powerbank hinterlegt werden, das man bei der Rückgabe zurückbekommt.

Das Angebot gilt natürlich nicht nur für Pokémonspieler, sondern für alle Handynutzer, die in der Stadt unterwegs sind und ihr Smartphone aufladen möchten. "In der Tourist-Info im Rathaus fragen insbesondere am Wochenende immer wieder Gäste nach einer Möglichkeit, das Handy aufzuladen", berichtet die Leiterin von Münster Marketing, Bernadette Spinnen. "Deshalb werden die mobilen Ladestationen dauerhaft angeboten und den Service für Gäste weiter verbessern."

"Auch wenn Pokémon Go vermutlich nur ein Hype ist und von begrenzter Dauer, beobachten wir diese Entwicklung interessiert", so die Leiterin von Münster Marketing. "Denn wir gehen davon aus, dass sich die Menschen zukünftig immer stärker die Innenstädte durch virtuelle Zugänge erschließen - sei es, dass man das Smartphone zur Orientierung nutzt und für Freizeitvorschläge, sich mit seiner Hilfe in die Stadtgeschichte hineinversetzt oder den Stadtraum wie bei Pokémon Go als Spielraum nutzt. Diese Entwicklung muss man kennen, um rechtzeitig entsprechende Angebote für Gäste und Einwohner aller Altersgruppen vorhalten zu können."

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4206815?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F87%2F3862662%2F4847783%2F4847788%2F
Nachrichten-Ticker