Nach der Festnahme im Kapuzinerkloster
Bischof empfängt Flüchtling Issa Ali

Münster -

Bischof Dr. Felix Genn hat am Mittwoch Issa Ali empfangen, jenen Flüchtling, der in der vergangenen Woche im Kapuzinerkloster Münster – wie berichtet – festgenommen worden war. Die Begegnung sei herzlich gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung des Bistums.

Mittwoch, 31.08.2016, 17:08 Uhr

Bischof Dr. Felix Genn (l.) traf sich am Mittwoch mit Issa Ali.
Bischof Dr. Felix Genn (l.) traf sich am Mittwoch mit Issa Ali. Foto: Bistum Münster

Der 32-jährige Flüchtling aus Ghana wurde von Benedikt Kern und Dr. Julia Lis vom Netzwerk Kirchenasyl Münster ins Bischofshaus begleitet. In einem lebhaften Gespräch erfuhr der Bischof, dass es Ali jetzt in Nordkirchen wieder gut gehe, dass er sich dort wohlfühle und dass zurzeit seine größte Hoffnung sei, dass er seine Ausbildung zum Klempner bald beginnen können, berichtet die Bischöfliche Pressestelle.

Lis schilderte, der Betrieb wünsche sich sehnlich, dass Ali, der auch in Ghana als Klempner tätig gewesen war, bald anfange. Die Kreishandwerkerschaft und die Berufsschule hätten grünes Licht gegeben. Ali selbst habe den Vertrag unterschrieben. „Wenn jetzt noch die Ausländerbehörde in Coesfeld zustimmt, kann Ali starten“, sagte die Theologin. Genn äußerte sich erfreut über diese Perspektive und munterte Ali auf: „Wenn das klappt, haben Sie alle Chancen, sich gut zu integrieren.“

Die drei Besucher bedankten sich am Ende bei Bischof Genn für die deutlichen Worte, mit denen dieser die Festnahme im Kloster kommentiert hatte. „Das war sehr wichtig und hilfreich“, betonte Kern. Der Bischof lobte seinerseits die engagierte Arbeit des Netzwerks: „Gut, dass Sie das mit viel Kompetenz machen.“

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