E-Bikes, Zahnriemen und Diebstahl-Apps
Das kommt auf die Fahrradhauptstadt Münster zu

Münster -

Die neuesten Trends der kommenden Fahrradsaison sind jedes Jahr auf der Fahrradmesse Eurobike in Friedrichshafen zu sehen. Ein großes Thema sind weiterhin E-Bikes. Wie sieht es in der Fahrradhauptstadt aus? Kann Münster trendtechnisch in der Saison 2017 mithalten?

Dienstag, 06.09.2016, 13:09 Uhr

E-Bikes, Zahnriemen und Diebstahl-Apps : Das kommt auf die Fahrradhauptstadt Münster zu
Mit Schwung in die neue Radsaison 2017. Foto: Tobias Hase/dpa

Definitiv, denn zu den neuesten Trends in der nächsten Radsaison gehören auch hier in Münster die E-Bikes, die mittlerweile ein jüngeres Publikum ansprechen, wie Peter Hürter , Geschäftsführer von XXL Hürter, betont. Es gibt E-Mountainbikes mit stärkerem Motor für Fahrten über hügeliges Gelände und die sogenannten Urban-E-Bikes, schnelle und sportliche Räder, durch die man sich von der Menge abhebt und die mehr auf Lifestyle setzen als auf Funktionalität. So haben einige Modelle Peter Hürter zufolge keinen oder nur einen sehr kleinen Gepäckträger.

Auch Raimund Gerwing , Geschäftsführer des „Drahtesels“, sieht in den E-Bikes einen großen Trend für die nächste Fahrradsaison , „auch wenn Münster vergleichsweise spät in der Entwicklung mit den E-Bikes ist, da die Radwege mit unter 5-10 km Länge vergleichsweise kurz sind“.

E-Mobilität könnte steigen

E-Bikes sind also wie gemacht für Fahrten über das Land. Es sei denn, Münster setzt als Fahrradhauptstadt Signale und macht über kurz oder lang die Radschnellwege mit Anbindung an die Stadt und vielleicht sogar an die Promenade möglich. Das ließe die E-Mobilität Münsters mit dem Fahrrad erheblich ansteigen, sagt Raimund Gerwing. Vielleicht haben E-Bikes dann sogar das Potential, mehr und mehr das Auto abzulösen.

Und alle fangen den Fahrraddieb mit der App

Was die Sicherheit angeht, wird in der nächsten Saison auf eine neue Diebstahl-Präventions-App namens „insect“ gesetzt. Eine kleine Alarmanlage wird am Fahrrad befestigt und schlägt sofort Alarm, wenn es zum Diebstahlsversuch kommt. Via Bluetooth ist die Alarmanlage nicht nur mit dem Smartphone des Fahrradbesitzers, sondern mit allen Smartphones der Fahrrad-Jäger, die sich in der Nähe befinden, verbunden. Es werden die Standortinformationen des Fahrrads geteilt, sodass mithilfe der Community der Diebstahl verhindert werden kann.

Peter Hürter zufolge wird der Dienst ab Dezember in den Städten Rostock, Berlin, Hamburg und natürlich in Münster gestartet. Raimund Gerwing zeigt sich ebenso begeistert von dem Community-Gedanken, welcher hinter der App steckt. Voraussetzung für ein Funktionieren ist, dass möglichst viele diese App benutzen. Aber natürlich entwickeln sich auch die guten alten Fahrradschlösser stetig weiter und werden sicherer.

Zahnriemen sind pflegeleichter als Fahrradketten

Für die vielen ganzjährigen Radfahrer Münsters dürfte der Zahnriemen interessant sein, welcher die klassische Fahrradkette ersetzen wird. Der Zahnriemen ist bereits seit einigen Jahren im Einsatz und besticht durch einen viel geringeren Pflegeaufwand, vor allem in den Wintermonaten, in denen Matsch und Regen das Öl von der Kette spülen.

Es wird in der Fahrradsaison 2017 demzufolge elektronischer, pflegeleichter und auch sicherer auf den Fahrradwegen in Münster.

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