Initiative
Neuer Schub für den Schlossplatz

Münster -

Der Schlossplatz - unendliche Tristesse:  Ein Kreis engagierter Bürger will eine neue Debatte um die Umgestaltung der asphaltierten Brache anstoßen. Als Grundlage sollen frühere Pläne des verstorbenen Architekten Dieter G. Baumewerd dienen.

Mittwoch, 07.09.2016, 10:09 Uhr

 „Schloss-Platz-Kultur 2020“ ist eine Initiative überschrieben, die eine Umgestaltung von Münsters größer innerstädtischer Brachfläche als Ziel hat. Als Grundlage dient ein Entwurf des Architekten Dieter G. Baumewerd aus dem Jahr 2007
„Schloss-Platz-Kultur 2020“   ist eine Initiative überschrieben, die eine Umgestaltung von Münsters größer innerstädtischer Brachfläche als Ziel hat. Als Grundlage dient ein Entwurf des Architekten Dieter G. Baumewerd aus dem Jahr 2007. Foto: Matthias Ahlke

Die asphaltierte Schlossplatz-Brache könnte doch noch ihr tristes Gesicht verändern: Zumindest hat ein Kreis engagierter Bürger – darunter münsterische Architekten – dieses Ziel im Blick – und belebt damit eine zwischenzeitlich weitgehend verstummte Debatte zu diesem Thema neu.

„Schloss-Platz-Kultur 2020“ haben die Initiatoren den Auftakt für ihren Vorstoß zu einer Neugestaltung der großen Freifläche überschrieben. Sie möchten einen neuerlichen Diskurs über den Bereich vom Lindenhof bis zum Kalkmarkt auf die Tagesordnung der Stadtgesellschaft setzen.

"Lackmustest" für Initiatoren

Dabei wollen die Initiatoren sich nach eigenem Bekunden an dem Vermächtnis des Ende 2015 verstorbenen münsterischen Architektur-Professors Dieter G. Baumewerd orientieren. Er hatte vor einigen Jahren Pläne für eine Neugestaltung des Schlossplatzes nach Pariser Vorbild vorgelegt – mit dicht gewachsenen Baumalleen sowie kunstvollen Gittern und Toren als Einfassungen des Platzes. Die Idee wurde damals in Kreisen von Stadtverwaltung, Send-Schaustellern und Kaufmannschaft grundsätzlich positiv aufgenommen, wie es hieß.

Der Entwurf des Architekten Dieter G. Baumewerd für die Umgestaltung des Schlossplatzes aus dem Jahr 2007.

Der Entwurf des Architekten Dieter G. Baumewerd für die Umgestaltung des Schlossplatzes aus dem Jahr 2007.

„Wir werben für die Idee einer Schlossplatz-Gestaltung (nach landschaftsarchitektonischem Wettbewerb) und für ein Kulturhaus, welches Raum bietet für Bedarfe der Hochschulen, städtischer Einrichtungen und möglicher privater Investoren“, schreiben die Münsteraner in einer Einladung an ausgewählte Multiplikatoren aus unterschiedlichen Bereichen der Stadtgesellschaft.

Diesen Personenkreis wollen die Initiatoren, die öffentlich noch nicht weiter in Erscheinung treten wollen, bei einem Treffen in dieser Woche von ihrem Vorhaben begeistern, um der Diskussion über eine Aufwertung des Schlossplatzes Schub zu verleihen. Sollte dieser „Lackmustest“ positiv ausfallen, wollen die Initiatoren ihre Idee in die Stadtgesellschaft tragen. „Wir brennen darauf, der Stadt Bestes zu suchen“, heißt es in der Einladung zum Auftakt.

Neue Debatte

Baumewerds Pläne für den Schlossplatz sahen eine Dreiteilung vor: Einen Barockgarten soll es demnach unmittelbar vor dem Schloss geben. Von Baumalleen flankierte Wasserflächen sowie künstlerisch gestaltete Gitter oder Mauern sollen den großen Schlossplatz einfassen, der damit im Kern weiter als Fest- und Parkplatz zur Verfügung stände. Für eine Bebauung ist der nördliche Bereich der Fläche am Kalkmarkt vorbehalten. Hier könnte sich auch der Platz für ein jetzt ins Spiel gebrachtes „Kulturhaus“ finden. Das könnte ersten Vorstellungen zufolge von unterschiedlichen Kultureinrichtungen genutzt werden. Dazu zähle auch die Universität, heißt es.

Die Pläne für einen Barockgarten auf dem Schlossplatz (ehem. Hindenburgplatz)

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  • Erste Entwürfe haben die Architekten am Mittwoch vorgestellt.

    Foto: Bolles + Wilson
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Im Jahr 2008 waren Pläne für eine Musikhalle auf dem damaligen Hindenburgplatz in einem Bürgerentscheid gescheitert. Vier Jahre später stieß der Verein der Kaufmannschaft mit drei Konzeptskizzen des eigens beauftragten Architekturbüros Bolles und Wilson die Diskussion um einen Barockgarten am Schloss an.

Im Anschluss hatte der damalige Vorsitzende Hugo Fiege den zwischenzeitlich verstorbenen Architekten Baumewerd gebeten, seine schon 2007 vorgelegten Pläne für die Gestaltung des heutigen Schlossplatzes zu konkretisieren. Jetzt könnte eine neue Debatte beginnen . Dabei sollen möglichst viele Bürger für einen Schlossplatz als „Ort der Begegnung“ erreicht werden.

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