Stadt und Universität unterzeichnen Absichtserklärung
Ouvertüre für Musikcampus

Münster -

Die Stadt Münster und die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) prüfen den millionenschweren Bau eines Musikcampus zwischen Coesfelder Kreuz und Schlosspark.

Mittwoch, 07.09.2016, 15:09 Uhr

Stadt und Universität prüfen den Bau eines Musikcampus auf dem Gelände des ehemaligen pharmazeutischen Instituts an der Hittorfstraße/Ecke Einsteinstraße, wo noch das ehemalige Pharmaziegebäude steht.
Stadt und Universität prüfen den Bau eines Musikcampus auf dem Gelände des ehemaligen pharmazeutischen Instituts an der Hittorfstraße/Ecke Einsteinstraße, wo noch das ehemalige Pharmaziegebäude steht. Foto: Oliver Werner

Münsters Stadtspitze und die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) prüfen den millionenschweren Bau eines Musikcampus zwischen dem Coesfelder Kreuz und dem Schlosspark, auf dem als zentraler Anlaufpunkt ein Kongress- und Veranstaltungsgebäude entstehen soll. Oberbürgermeister Markus Lewe, die scheidende Uni-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles und der zukünftige Rektor, Prof. Dr. Johannes Wessels, unterzeichneten am Mittwochmittag eine entsprechende Absichtserklärung . Damit betonten sie, dass sie eine gemeinsame Projektgruppe einsetzen und in die Prüfungsphase eintreten werden. OB und Universitätsspitze sind der Überzeugung, dass die Idee des Musikcampus ein großer Gewinn für Münster sein könnte, heißt es in einer Pressemitteilung. 

Unterzeichneten die Absichtserklärung (v.l.): Prof. Johannes Wessels und Prof. Ursula Nelles von der Uni Münster sowie Oberbürgermeister Markus Lewe.

Unterzeichneten die Absichtserklärung (v.l.): Prof. Johannes Wessels und Prof. Ursula Nelles von der Uni Münster sowie Oberbürgermeister Markus Lewe. Foto: Presseamt Münster

Danach soll der Campus mit dem Veranstaltungs- und Kongressgebäude auf einem Grundstück an der Hittorfstraße/Ecke Einsteinstraße gebaut werden – dort, wo das ehemalige Pharmaziegebäude der WWU steht, das abgerissen werden soll. Auf dem Campus sollen sowohl die WWU-Musikhochschule als auch die städtische Musikschule untergebracht werden. Zusätzlich soll die Halle für Konzerte und zahlreiche andere Veranstaltungen zur Verfügung stehen, so die Überlegung.

Zu einem Zeitrahmen und den möglichen Kosten machten Stadt und Uni keine Angaben. Die Investitionssumme wird indes klar im zweistelligen Millionenbereich liegen. Die Universität wird mit dem Land NRW Verhandlungen führen und Gespräche über die Frage der Finanzierung fortsetzen. Dabei soll auch ein Eigenanteil der WWU einbezogen werden. Die Stadt wird das Thema in den kommunalen Gremien behandeln. Eine abschließende Klärung der Finanzierung könnte den Start der konkreten Planungsphase ermöglichen, hieß es am Mittwoch.

Ein Kommentar zum Thema

Die Absichtserklärung von Oberbürgermseister und Universitätsspitze – drei Wochen vor dem Ausscheiden von Rektorin Nelles – ist ein Paukenschlag.

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Das Gelände der ehemaligen Pharmazie gehört zu einem Teil dem Land. Ein weiterer Teil ist im Besitz der Stadt Münster und wurde der WWU bereits vor Jahrzehnten zur Nutzung überlassen. Bis 2013 hatte die WWU hier die Institute für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie und für Pharmazeutische und medizinische Chemie sowie das Dekanat des Fachbereichs Chemie und Pharmazie untergebracht.

Im Jahr 2008 waren Pläne für den Neubau einer Musikhalle auf dem heutigen Schlossplatz gescheitert. In einem Bürgerentscheid hatte sich damals die Mehrheit der Münsteraner gegen das Millionenprojekt ausgesprochen. 

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