90 Bundeswehrfahrzeuge unterwegs
Vierteilige Kolonnenfahrt

Ahlen -

Das Panzergrenadierbataillon 212 aus Augustdorf hat sich am Mittwoch mit rund 90 Radfahrzeugen im Rahmen einer Übung vom Heimatstandort auf den Standortübungsplatz im münsterländischen Ahlen begeben. Die vierteilige Kolonne sorgte für Aufsehen.

Mittwoch, 02.11.2016, 15:11 Uhr

Versorgungspanzer und weitere Großfahrzeuge gehörten zur vierteiligen Kolonne des Panzergrenadierbataillons 212 aus Augustdorf, die am Mittwoch nach Ahlen verlegten. Am Donnerstag geht‘s retour.
Versorgungspanzer und weitere Großfahrzeuge gehörten zur vierteiligen Kolonne des Panzergrenadierbataillons 212 aus Augustdorf, die am Mittwoch nach Ahlen verlegten. Am Donnerstag geht‘s retour. Foto: Peter Schniederjürgen

Der olivgrüne Tross ließ so manchen Passanten aufblicken: Rund 90 Bundeswehrfahrzeuge , darunter Schützenpanzer und schwere Lkw, haben sich am Mittwoch auf den Weg nach Ahlen gemacht – begleitet von unvermeidlichen Verkehrsbehinderungen auf der Route zwischen Augustdorf in Ostwestfalen-Lippe und dem Truppenübungsplatz der Wersestadt. Anlass für die Verlegung war eine Übung des Panzergrenadierbataillons 212.

Für Donnerstag wurden Verkehrsteilnehmer erneut um Aufmerksamkeit gebeten, da die Soldaten mit ihren Gefährten ab 8 Uhr den Rückweg antreten. „Sinn und Zweck des Ganzen ist vor allem die Sicherung der Kolonne “, vermeldete Hauptmann Martin Waltemathe, Pressesprecher der Panzerbrigade 21 „Lipperland“, der die „212er“ unterstellt sind. „Das ist in dieser Größenordnung schon länger nicht geschehen.“

Auf dem Truppenübungsplatz galt derweil das Stichwort „Beziehen der Räume“. Der Laie würde es schlicht „Einparken“ nennen, doch bei Großfahrzeugen in der Kolonne gelten eben besondere Regeln, die von den Soldaten beachtet und geprobt werden müssen.

Die 90 Fahrzeuge machten sich jedoch nicht gemeinsam auf den Weg nach Ahlen. Die rund 70 Kilometer lange Strecke wurde in vier Einzelkolonnen unterteilt. Die Fahrt ging zunächst über die Autobahn 2 bis Herzebrock-Clarholz, wo es über die Straßen Marburg und Wiedenbrücker Straße in Richtung Oelde ging, dann weiter über Ennigerloh nach Ahlen. In Oelde gab es einen sogenannten „Technischen Halt“, wobei eine Fahrzeugpanne simuliert wurde.

„Unimogs“ gehörten ebenfalls zum Tross der „212er“.

„Unimogs“ gehörten ebenfalls zum Tross der „212er“. Foto: Peter Schniederjürgen

Begleitet wurden die Fahrzeuge durch Feldjäger, die sich auch an neuralgischen Knotenpunkten postierten, um einen reibungslosen Verlauf zu garantieren.

Ausgerechnet an diesem Morgen war allerdings die Ampel am Kreuzungspunkt Hammer Straße / Im Hövenerort ausgefallen. Bei zwei kleineren Verkehrsunfällen, die sich wohl aus diesem Grund ereigneten, standen die Feldjäger umgehend parat und verständigten die Polizei . Ansonsten verlief die Verlegung am Mittwoch aus Sicht der Beamten reibungslos, wie Pressesprecherin Susanne Dirkorte-Kukuk am frühen Nachmittag gegenüber der „AZ“ erklärte.

Gegen 18 Uhr hatten alle Beteiligten den Übungsplatz nahe der „Westfalen-Kaserne“ erreicht, wo sie dann auch ihr Nachtlager einrichteten.

Sinn und Zweck des Ganzen ist vor allem die Sicherung der Kolonne.

Hauptmann Martin Waltemathe
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