Anschaffungskosten: 400 000 Euro
Coburg: Schwimmvereine beantragen Traglufthalle

Münster -

Seit Jahren taucht immer wieder Mal der Vorschlag auf, eine Traglufthalle für das Freibad Coburg anzuschaffen. Bislang hat die Politik kein Interesse daran gezeigt. Doch nun haben der Stadtsportbund und Schwimmvereine aus der Idee einen Bürgerantrag gemacht.

Mittwoch, 02.11.2016, 20:00 Uhr aktualisiert: 02.11.2016, 20:03 Uhr
Die Traglufthalle über dem Freibad in Gladbeck  wird von einem privaten Verein betrieben.
Die Traglufthalle über dem Freibad in Gladbeck  wird von einem privaten Verein betrieben. Foto: Oliver Werner

Die Schwimmsportler in Münster wünschen sich seit Jahrzehnten ganzjährig ein 50-Meter-Becken zum Trainieren. Das Freibad Coburg , soeben in städtische Trägerschaft übernommen, bietet sich nach Ansicht der Vereine an, dort im Winter eine Traglufthalle aufzubauen. Der Stadtsportbund Münster und alle schwimmsporttreibenden Vereine in Münster werden in der kommenden Woche dem Oberbürgermeister einen Bürgerantrag übergeben, in dem sie bitten, die Möglichkeiten für die Errichtung einer solchen Halle ernsthaft zu prüfen.

Die Kosten eines aufblasbaren Zeltdaches für das große 50-Meter-Becken und das benachbarte Nichtschwimmer-Bassin liegen bei rund 400 000 Euro, einen Kostenvoranschlag ist dem Bürgerantrag beigelegt. 30 Jahre lang soll eine solche Halle halten, die Heizung könnte über die neue Fernwärmeleitung betrieben werden,Auf- und Abbau wären innerhalb weniger Tage erledigt, erläutern die Antragsteller.

Die Politiker im Sportausschuss waren bei der Bäderdebatte in diesem Frühjahr nie ernsthaft auf das Thema Traglufthalle eingegangen. Beschlossen wurde die Planung eines 13 Millionen Euro teuren Südbades mit 25-Meter-Bahn – und ein Zuschuss von drei Millionen für den Neubau des Bürgerbads Handorf.

Die Sache hat Charme

Klaus Rosenau

Klaus Rosenau , sportpolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion, hat sich auf den Bürgerantrag hin mit seinem Ratskollegen Christoph Kattentidt umgehend in der Gladbecker Tragluft-Schwimmhalle umgesehen. Die beiden Sport-Politiker sind positiv überrascht von der komfortablen Ausstattung, wie sie übereinstimmend versichern. „Die Sache hat Charme“, betont Klaus Rosenau. Es gebe aber viele Detailfragen zu klären.

Der Bürgerantrag fordert, die Traglufthalle bereits in die laufenden Haushaltsverhandlungen für 2017 einzubeziehen – was von Seiten der Politik als unrealistisch angesehen wird. Die CDU werde vor einer Bewertung die Prüfung der Verwaltung abwarten, sagt Ratsfraktionschef Stefan Weber. In der SPD gab es im Ortsverein Nord eine begeisterte Resonanz auf den Vorschlag.

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Unklar sind zum Beispiel Fragen, wie das Bad im Winter auch von der Stadt betrieben werden könnte, ob die Öffentlichkeit Zugang hätte und wie genau der bisher offene und nicht heizbare Umkleidetrakt umgebaut werden könnte. Im Bürgerantrag ist von Investitionskosten von insgesamt rund einer Million Euro die Rede, um die Coburg zum funktionstüchtigen Hallenbad umzufunktionieren.

Für Paul Albers, Geschäftsführer der Startgemeinschaft Schwimmen (SGS) Münster wäre die im Winter überdachte Coburg „auch ein idealer und zentraler Ort für das Schulschwimmen“. im Sommer wurde die Coburg bereits von Schulen genutzt.

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