Vorpremiere der Storno-Abrechnung
Publikum genoss Freilandversuch der „Stornisten“

Oelde -

Der Freilandversuch vor Publikum in der Alten Post in Oelde ist geglückt. Zum zwölften Mal begeisterten Thomas Philipzen, Jochen Rüther und Harald Funke am Sonntagabend ihr Publikum mit der Vorpremiere ihres satirischen Jahresrückblicks 2016.

Montag, 14.11.2016, 17:11 Uhr

Sie brillierten außer mit mimischem Können auch wieder mit musikalischen Fähigkeiten: Thomas Philipzen, Jochen Rüther und Harald Funke (v. l.).
Sie brillierten außer mit mimischem Können auch wieder mit musikalischen Fähigkeiten: Thomas Philipzen, Jochen Rüther und Harald Funke (v. l.). Foto: Hartleb

Vor allem Thomas Philipzen fühlte sich an diesem Vorpremierenabend einer Mission verpflichtet: „Wir müssen die Stimmung verbessern“, denn die sei in Deutschland doch völlig „vertrumpelt“. Washington lässt grüßen. Das Plädoyer Harald Funkes, spätpubertäre Männer wie Donald Trump unter Artenschutz zu stellen und mitleidiges Verständnis für ihre Eskapaden zu zeigen, ging dem stets mit roter Fliege auftretendem Jochen Rüther zu weit.

Doch gegen das Duo Funke-Philipzen, das sich durchs Programm kalauerte und selbst einen frisch gebackenen, stets leicht näselnd klingenden Literaturnobelpreisträger Bob Dylan mit dem deutschen Pendant Herbert Grönemeyer verulkte, kam der um seriöse Analyse bemühte Rüther nicht an.

Nur als im zweiten Teil die eigenen Jugenderlebnisse und die ersten pubertären Schritte in das Erwachsenenalter angesichts von 100 Jahren Jugendherbergsbewegung ins Blickfeld gerieten, gingen auch mit dem einsamen Vertreter der Hochkultur die Pferde durch.

"Früher war alles besser"

Es war wie immer, wenn ältere Männer in Erinnerung über das erste Bier und den ersten Kuss schwelgen, dann stellt sich dieser leicht verklärte Blick ein und es dämmert den Protagonisten, dass sie endgültig das Alter ihrer Eltern erreicht haben, in dem die ihnen ständig unter die Nase gerieben haben: Früher war alles besser.

Doch dann bekamen die Stornisten die Kurve, und tauchten wieder in die Untiefen des Tagesgeschehens ein. Die Zuhörer der Premiere am kommenden Sonntag in Bielefeld , wo „Storno“ zum ersten Mal die Abrechnung präsentiert, dürfen gespannt sei, was sich die Kabarettisten dann zum Thema Bundespräsidentenwahl einfallen lassen.

Denn „Loddar“ Matthäus oder Sascha Hehn haben seit Montag keine realistische Chance mehr, in den erlauchten Kreis der Kandidaten aufgenommen zu werden.

Weitere Vorstellungen

Als erste im Kreis Warendorf kommen die Beelener am 24. November in den Genuss der „Abrechnung“, am 3. Dezember folgen die Warendorfer und am 8. und 9. Dezember die Ahlener. In Münster ist das Programm ab dem 28 November zu sehen. Alle Vorstellungen sind allerdings schon lange ausverkauft. 

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