Nach Brand an der Azaleenstraße
Bewohner dürfen zurück ins Haus

Lüdinghausen -

Nach dem Brand in einem 18-Parteienhaus an der Azaleenstraße durften die meisten Bewohner am Dienstag wieder in ihre Wohnungen. Zwei Personen werden aufgrund von Rauchgasverletzungen noch im Krankenhaus behandelt. Die Erdgeschosswohnung, in der das Feuer am Montagabend ausgebrochen war, ist zurzeit nicht bewohnbar.

Dienstag, 29.11.2016, 13:11 Uhr

Ist als einzige derzeit nicht bewohnbar: die Erdgeschosswohnung an der Azaleenstraße, in der am Montagabend das Feuer ausbrach. In der linken Hälfte des Fotos ist der Brandtrichter deutlich zu sehen.
Ist als einzige derzeit nicht bewohnbar: die Erdgeschosswohnung an der Azaleenstraße, in der am Montagabend das Feuer ausbrach. In der linken Hälfte des Fotos ist der Brandtrichter zu sehen, der den Verlauf der Flammen deutlich macht. Foto: Anne Eckrodt

Die gute Nachricht kam am Dienstagvormittag: „Wir haben gerade alle Wohnungen noch einmal auf den CO-Gehalt hin durchgemessen und sie wieder freigegeben. Damit ist nur die Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen ist, unbewohnbar“, berichtete Günter Weide auf Anfrage der WN. Der Feuerwehrchef leitete den Großeinsatz an der Azaleenstraße . Dort war am Montagabend – wie berichtet – in einem 18-Parteienhaus ein Feuer ausgebrochen. Die beiden Bewohner, die aufgrund von Rauchgasverletzungen ins Krankenhaus gebracht worden waren, wurden auch am Dienstag noch stationär behandelt.

Brand in Mehrfamilienhaus

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  • In einer Wohnung eines 18-Parteienhauses an der Azaleenstraße ist am Montagabend ein Feuer ausgebrochen. Das Gebäude wurde komplett evakuiert.

    Foto: Anne Eckrodt
  • In einer Wohnung eines 18-Parteienhauses an der Azaleenstraße ist am Montagabend ein Feuer ausgebrochen. Das Gebäude wurde komplett evakuiert.

    Foto: Tobias Heitkamp
  • In einer Wohnung eines 18-Parteienhauses an der Azaleenstraße ist am Montagabend ein Feuer ausgebrochen. Das Gebäude wurde komplett evakuiert. Im Folgenden weitere Bilder von der Einsatzstelle.

    Foto: Tobias Heitkamp
  • Mehrfamilienhaus an der Azaleenstraße musste nach Brand komplett evakuiert werden Foto: Tobias Heitkamp
  • Mehrfamilienhaus an der Azaleenstraße musste nach Brand komplett evakuiert werden Foto: Anne Eckrodt
  • Mehrfamilienhaus an der Azaleenstraße musste nach Brand komplett evakuiert werden Foto: Anne Eckrodt
  • Mehrfamilienhaus an der Azaleenstraße musste nach Brand komplett evakuiert werden Foto: Anne Eckrodt
  • Mehrfamilienhaus an der Azaleenstraße musste nach Brand komplett evakuiert werden Foto: Anne Eckrodt
  • Mehrfamilienhaus an der Azaleenstraße musste nach Brand komplett evakuiert werden Foto: Anne Eckrodt
  • Mehrfamilienhaus an der Azaleenstraße musste nach Brand komplett evakuiert werden Foto: Anne Eckrodt
  • Mehrfamilienhaus an der Azaleenstraße musste nach Brand komplett evakuiert werden Foto: Anne Eckrodt
  • Mehrfamilienhaus an der Azaleenstraße musste nach Brand komplett evakuiert werden Foto: Anne Eckrodt
  • Mehrfamilienhaus an der Azaleenstraße musste nach Brand komplett evakuiert werden Foto: Anne Eckrodt
  • Mehrfamilienhaus an der Azaleenstraße musste nach Brand komplett evakuiert werden Foto: Anne Eckrodt

Da es anfangs hieß, es seien Personen vermisst, wurde das komplette Gebäude geräumt. Ein Großaufgebot des DRK kümmerte sich um die Menschen, die bei eisigen Temperaturen ihre Wohnungen verlassen mussten. „Wir waren nicht nur mit sieben Rettungswagen und drei Notärzten vor Ort, sondern auch mit 36 ehrenamtlichen Kräften der Einsatzeinheit Süd“, teilte Michael Hofmann , Leiter des DRK-Rettungsdienstes, mit. Die ehrenamtlichen Helfer kümmerten sich um die Betreuung der Hausbewohner und unterstützten sie dabei, Kontakt zu Angehörigen und Freunden zu bekommen. „Auch die Nachbarschaftshilfe hat sofort gegriffen, es gab heiße Getränke und Decken“, lobte Hofmann.

Gott sei Dank mussten wir keine Notwohnung in Anspruch nehmen.

Michael Pieper

Das Rote Kreuz richtete im DRK-Heim an der Werdener Straße eine erste Unterkunftsmöglichkeit für die Hausbewohner ein. Vier Personen machten davon auch zunächst Gebrauch, wie Michael Pieper, Leiter des Fachbereichs Ordnungsangelegenheiten bei der Stadt Lüdinghausen, auf Anfrage mitteilte. Am späten Montagabend seien jedoch auch diese Personen von Angehörigen abgeholt worden. „Gott sei Dank mussten wir keine Notwohnung in Anspruch nehmen“, so Pieper.

Für Feuerwehr, Rettungsdienst und die ehrenamtlichen Kräfte des DRK war der Einsatz am Montag gegen 23 Uhr beendet. Die Kriminalpolizei hatte noch am Abend ihre Ermittlungen aufgenommen. Am Dienstag war ein Brandsachverständiger vor Ort. Nach Informationen der Kreispolizei Coesfeld gehen die Experten von einer fahrlässigen Brandstiftung als Ursache für das Feuer aus. Hinweise auf einen technischen Defekt wurden nicht gefunden. Die Schadenshöhe liegt nach ersten Schätzungen bei rund 100 000 Euro.

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