Trends bei Weihnachtsbäumen und Dekoration
Früher war mehr Lametta!

Lüdinghausen -

Die Nordmanntanne bleibt der Klassiker, doch die Fichte holt auf. „Total out“ ist dagegen Lametta, das früher in vielen Stuben die Weihnachtsbäume schmückte.

Mittwoch, 21.12.2016, 08:12 Uhr

Grün soweit das Auge reicht. Rund 15 000 Bäume haben Agnes und Eberhard Böcker in ihrem Sortiment.
Grün soweit das Auge reicht. Rund 15 000 Bäume haben Agnes und Eberhard Böcker in ihrem Sortiment. Foto: Christian Besse

„Früher war mehr Lametta !“ – dieser Satz, 1978 von „Opa Hoppenstedt“ alias Loriot gesprochen und längst zum Klassiker geworden, hat sich als prophetisch erwiesen. „Lametta ist total out“, sagen fast 40 Jahre später wortgleich und unabhängig voneinander Eberhard Böcker , gemeinsam mit seiner Frau Agnes Betreiber des Guts Forstmannshof, und Manfred Wolff , Inhaber der Gärtnerei Hellkuhl.

Die drei müssen es wissen. Die Böckers wie auch der Familienbetrieb Hellkuhl verkaufen seit Jahrzehnten nicht nur Weihnachtsbäume , sondern auch die dazugehörige Dekoration. Besonders gefragt seien „hochwertige Kugeln aus Glas oder Keramik“, so Wolff, „meistens in den klassischen Farben Silber und Rot. Kugeln in Altgold gab es im Vorjahr in allen Großmärkten. Doch das war ein totaler Flop“.

Wir haben schon Weihnachtsbäume an Heiligabend ausgetauscht, weil es Streit in der Familie gab.

Agnes Böcker

Die Trends bei den Bäumen sind ebenso eindeutig. Die kaum nadelnden und robusten Nordmanntannen bleiben weiter der Klassiker, etwa 90 Prozent mache ihr Anteil am Verkauf aus, schätzt Eberhard Böcker. Doch Fichten würden immer besser verkauft. „Blau- und Rotfichten riechen nach Wald, das ist angenehm und wohltuend. Die Nordmanntruppe riecht überhaupt nicht.“ Auch die Colorado-Tanne werde immer beliebter, hat Wolff beobachtet. „Die nadeln nicht und duften dennoch.“

Alle wichtigen Ratschläge für den Weihnachtsbaum-Transport mit dem Auto

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  • Kurz vor Weihnachten erinnert die Polizei daran, dass Weihnachtsbäume beim Transport gesichert werden müssen.

    Foto: Ina Fassbender/dpa
  • Kurz vor Weihnachten erinnert die Polizei daran, dass Weihnachtsbäume beim Transport gesichert werden müssen.

    Foto: Andrea Warnecke/dpa
  • Zur Befestigung sollten handelsübliche Spanngurte verwandt werden, die im Baumarkt ab circa 5 Euro erhältlich sind. Eine fehlende rote Fahne zieht ein Verwarngeld von 25 Euro, ein verloren gegangener Weihnachtsbaum bis zu 75 EUR Bußgeld und einen Punkt im Verkehrsregister nach sich.

    Foto: Christoph Schmidt/dpa
  • Wird der Baum auf dem Fahrzeug transportiert, sollte die Baumspitze nach hinten zeigen. So kann der Fahrtwind nicht unter die Äste greifen. Bei einer Beförderung im Fahrzeuginnerem muss er gegen verrutschen und herausfallen gesichert werden.

    Foto: dpa
  • Ein Baum, der ab einem Meter nach hinten über die Fahrzeugkante hinausragt, ist mit einer roten Fahne oder in der Dunkelheit mit einer Leuchte zu kennzeichnen. Nach vorne darf der Baum in der Regel nicht über die Fahrzeugumrisse hinausragen.

    Foto: Christoph Schmidt
  • Bei einer Notbremsung kann ein nicht ordnungsgemäß gesicherter Weihnachtsbaum ein gefährliches Geschoss und einer Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer werden.

    Foto: Evering
  • Für Fragen und weitere Informationen stehen die Verkehrssicherheitsberater der Polizei Münster unter der Telefonnummer 0251 275-1450 zur Verfügung.

    Foto: dpa

Auch das Drumherum beim Weihnachtsbaumschlagen nehme zu. Mehr und mehr Familien und Firmen nützten diesen Anlass zum Event. „Das steigert sich von Jahr zu Jahr“, sagt Wolff.

Kurios

Tannennadeln hinterlassen: Spuren verraten Weihnachtsbaumdieb

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Ein weiterer Trend: „In den vergangenen Jahren kaufen immer mehr Eltern gleich zwei Weihnachtsbäume, weil die Kinder einen eigenen, kleinen Baum bekommen“, sagt Agnes Böcker. Doch es herrscht nicht immer nur Frieden und Harmonie unter dem Grün: „Wir haben schon Weihnachtsbäume an Heiligabend ausgetauscht, weil es Streit in der Familie gab“, so Böcker, „oder noch an Heiligabend Bäume verkauft, weil sich die Großmutter kurzfristig angesagt hatte.“

Weihnachtsbaum per Leeze

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  • So wird es schwierig: Quer zur Fahrtrichtrung darf der Baum nur transportiert werden, wenn der Baum dabei die Lenkradbreite nicht übersteigt. Sonst fegt man mit der Tanne noch Unbeteiligte vom Rad- oder Gehweg.

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  • Eine Lösung: Ab auf den Sattel mit dem Tannenbaum. Einziges Manko: Es muss geschoben werden.

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  • Für einen stattlichen Weihnachtsbaum wird es im Fahrradkorb wohl ein bisschen eng. Wie wär's stattdessen mit einer Transportbox?

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  • Vorsicht, steht das Bäumchen aufrecht so muss aufgepasst werden, dass bei der Fahrt die Spitze nicht abbricht.

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  • Besser ist es, wenn der Christbaum gelegt wird. Zumindest über Glatteis muss man sich diese Weihnachten keine Sorgen machen. Da kann man den Baum wirklich getrost mit dem Rad besorgen.

    Foto: Matthias Wüstefeld
  • Der Weihnachtsbaumtransporteur sollte bei einem Überhang des Baumes von mehr als einem Meter über die Ladekante die Baumspitze mit einem roten Wimpel sichern und auf die Deichsellast achten. Ist das Gewicht auf der Deichsel negativ, neigt der Anhänger zum Schlingern und stellt für den Leezenfahrer, andere Verkehrsteilnehmer und den Baum eine Gefahr da.

    Foto: Matthias Wüstefeld
  • Soll es ein Baum in Übergröße sein, muss schon ein stattlicher Leezenhänger her. Hierzu schreibt die StVO vor, dass das Gespann (Leeze und Leezenanhänger) eine Gesamtlänge von 18 Metern und eine Breite von 1 Meter nicht überschreiten darf.

    Foto: Matthias Wüstefeld
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