Jan Josef Liefers
Dreharbeiten für nächsten Tatort Münster "wahrscheinlich erst im Juni 2017“

Münster -

Mit seiner Figur als Rechtsmediziner Professor Boerne hat sich Jan Josef Liefers längst etabliert, nun übernimmt er eine weitere Ermittlerrolle. Mit der Fernsehzeitschrift TV DIGITAL spricht Liefers über den neuen TV-Kommissar, die Legalisierung von Cannabis und den nächsten "Tatort"-Münster.

Mittwoch, 28.12.2016, 11:12 Uhr

Tatort-Münster. Foto: Bernd Thissen/dpa
Die Schauspieler Axel Prahl (Kommissar Frank Thiel, l.) und Jan Josef Liefers (Prof. Karl-Friedrich Boerne). Foto: Bernd Thissen/dpa

Neben dem „ Tatort "-Pathologen Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne und dem ZDF-Anwalt Joachim Vernau übernimmt Jan Josef Liefers (52) jetzt eine weitere Ermittlerrolle - er spielt den neuen Fernsehkommissar Jan Holzer ("Mörderische Stille", 9.1., 20.15 Uhr, ZDF ).

„Holzer", verrät der Schauspieler im Interview mit TV DIGITAL, „wirkt getrieben - so, als würde etwas von ihm Besitz ergreifen. Im Film erfährt man Schritt für Schritt, was die Figur an Geheimnissen und Schuldgefühlen mit sich herumschleppt.

Figuren mit mehr Tiefe und Eigenart

Früher waren die deutschen Ermittler immer etwas zweidimensional - Pflichterfüller mit wenig charakterlichem Profil. Inzwischen versuchen die Autoren, den Figuren mehr Tiefe und Eigenart zu geben. Für eine spannende Geschichte mit überraschenden Wendungen braucht man Figuren mit Brüchen, sonst werden sie zu berechenbar. Ob Holzer in Serie geht, hängt von mehreren Faktoren ab, nicht von mir allein. Mal sehen, wie der Erstkontakt beim Publikum ankommt.

"Die Legalisierung ist fällig!"

"Zum intensiven Marihuana-Konsum seines neuen Fernsehkommissars meint Liefers: „Meine eigenen Drogenerfahrungen halten sich in Grenzen, aber der Umgang mit dem Thema Rausch hinkt in unserem Land hinterher und entspricht noch sehr den ziemlich bigotten Ansichten unserer Vorfahren. Die Legalisierung ist fällig! Die Gründe dafür sind wesentlich überzeugender als die Gründe dagegen. Hier braucht es die richtige Aufklärung."

Tatort Münster

Dreharbeiten für den Münster-Tatort „Klappe zu, Affe tot“

1/8
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: kal
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner

Zuletzt enthüllt Liefers, dass der nächste Münster-"Tatort" "wahrscheinlich erst im Juni 2017“ gedreht wird. „Soweit ich weiß, geht die Reise diesmal in die Welt der bildenden Künste. Aber welchen Fall Boerne konkret löst, dazu muss ich erst mal in Ruhe das Drehbuch lesen.“ Zuvor wird noch die bereits abgedrehte Episode „Klappe zu, Affe tot“ ausgestrahlt.

Was Jan Josef Liefers über die Krimi-Inflation im deutschen TV, seine münsterische Gehilfin „Alberich“ und das „Polit-Projekt Multikulti“ denkt, lesen Sie am 29.12. in TV DIGITAL sowie auf goldenekamera.de.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4524894?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F87%2F3862662%2F4847783%2F4847784%2F
Gefährdet Tesla die Batterieforschung in Münster?
Das neue Tesla Model Y soll auch in Brandenburg gefertigt werden.
Nachrichten-Ticker