Gedenken an Spyros Marinos
In vielen Sprachen verabschiedet

Münster -

Am Ende der Gedenkfeier für den früheren Vorsitzenden des Integrationsrates, Spyros Marinos, wurde es am Montag multikulti: In rund 50 Sprachen verabschiedeten sich Trauergäste in der Überwasserkirche von dem münsterischen Griechen.

Dienstag, 24.01.2017, 09:01 Uhr

Gedenken an Spyros Marinos : In vielen Sprachen verabschiedet

Münster hat einen großartigen Bürger verloren“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe , „ein Mensch, der immer Wert darauf gelegt hat, dass die Herkunft egal ist, ob jemand nun aus Gelmer, Sprakel, Lampedusa oder Lesbos kommt.“

Der am Freitag (13. Januar) verstorbene Marinos wurde in der überfüllten Überwasserkirche von vielen Vertretern der Politik, der Religionen und von Migrantenorganisationen verabschiedet.

Pfarrer Ulrich Messing führte durch die Trauerandacht, mit ihm zelebrierten der ehemaligen Weihbischof Friedrich Ostermann und der griechisch-orthodoxe Pfarrer Miltiades Stavropoulos. Ostermann sagte: „Menschen, die eine Heimat suchten, war er ein getreuer Wegbegleiter.“

Trauerfeier für Spyros Marinos

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  • Zahlreiche Menschen nahmen am Montagabend in der Überwasserkirche Abschied von Spyros Marinos.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Menschen nahmen am Montagabend in der Überwasserkirche Abschied von Spyros Marinos.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Menschen nahmen am Montagabend in der Überwasserkirche Abschied von Spyros Marinos.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Menschen nahmen am Montagabend in der Überwasserkirche Abschied von Spyros Marinos.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Menschen nahmen am Montagabend in der Überwasserkirche Abschied von Spyros Marinos.

    Foto: Günter Benning
  • Viele Migranten wünschten Marinos den Frieden in ihren Muttersprachen.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Menschen nahmen am Montagabend in der Überwasserkirche Abschied von Spyros Marinos.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Menschen nahmen am Montagabend in der Überwasserkirche Abschied von Spyros Marinos.

    Foto: Günter Benning
  • Weibischoff Friedrich Ostermann erinnerte an den Einsatz von Marinos.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Menschen nahmen am Montagabend in der Überwasserkirche Abschied von Spyros Marinos.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Menschen nahmen am Montagabend in der Überwasserkirche Abschied von Spyros Marinos.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Menschen nahmen am Montagabend in der Überwasserkirche Abschied von Spyros Marinos.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Menschen nahmen am Montagabend in der Überwasserkirche Abschied von Spyros Marinos.

    Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Menschen nahmen am Montagabend in der Überwasserkirche Abschied von Spyros Marinos.

    Foto: Günter Benning

Wie prägend Marinos war, zeigte nicht zuletzt der Vorsitzende des Integrationsrates , Dr. Ömer Lütfü Yavuz. Er sprach nämlich stets von „unserem Vorsitzenden“, als ob Marinos noch im Amt wäre: „Er hat sich jahrzehntelang für Menschen eingesetzt, die zu den schwachen Teilen der Gesellschaft gehören.“

Dass Marinos „ein streitbarer Mann war, der sich nicht verbiegen ließ“, meinte Annethres Schweder, die Vorsitzende des Arbeitskreises Christlicher Kirchen. Marinos habe schon in den 80er Jahren den ACK darauf hingewiesen, dass es in der Stadt auch Menschen mit anderen Religionsgemeinschaften gab: „Das war sehr fortschrittlich.“ Er sei aber auch „bis zuletzt ein Mahner“ gegenüber manchen islamischen Strömungen gewesen, sagte Schweder, „diese Haltung erschwerte den unbefangenen Kontakt.“

Ruth Frankenthal von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster hob hervor, dass Marinos immer seine Stimme erhoben habe, wenn Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus drohten.

Huseyin Demir vom Christlich-Islamischer Arbeitskreis wünschte sich, dass Beispiel von Spyros Marinos solle eine Aufforderung an jeden sein, „selber etwas zu bewegen“.

Sehr persönlich wurde Joachim Sommer, früher Leiter der Brücke. Er habe Spyros Marinos schon vor über 40 Jahren gekannt, „da hatte er 1000 Ideen“: „Manchmal war es nicht einfach mit ihm.“ Sommer lobte auch Hildegard Marinos, die ihrem Mann die ehrenamtliche Arbeit eigentlich erst möglich gemacht hätte.

Oberbürgermeister Lewe hatte zuvor gesagt: „Die griechische Mentalität tat uns Westfalen manchmal auch ganz gut.“

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