Aufruf zum Protest gegen den AfD-Neujahrsempfang
„Zeichen gegen Rassismus setzen“

Münster -

Mehrere Tausend Menschen wollen am Freitag gegen den AfD-Neujahrsempfang im Rathaus demonstrieren. „Münster wird ein starkes Zeichen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung und für eine vielfältige bunte Gesellschaft setzen“, ist das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ überzeugt.

Donnerstag, 09.02.2017, 20:02 Uhr

Mit Europa-Flaggen auf dem Flechtheim-Speicher im Stadthafen wollen die Mitarbeiter einer Agentur, die sich in diesem Gebäude befindet, ein Zeichen gegen Rechts setzen. Auch auf dem Prinzipalmarkt werden Europa-Flaggen hängen.
Mit Europa-Flaggen auf dem Flechtheim-Speicher im Stadthafen wollen die Mitarbeiter einer Agentur, die sich in diesem Gebäude befindet, ein Zeichen gegen Rechts setzen. Auch auf dem Prinzipalmarkt werden Europa-Flaggen hängen. Foto: Oliver Werner

Das Protest-Programm soll um 17.30 Uhr auf der Bühne zwischen Lambertikirche und Gaststätte „Stuhlmacher“ starten und bis 21.30 Uhr laufen.

„Es ist gut und hilfreich, dass die Stadt des Westfälischen Friedens gerade heute den Gedanken des Dialogs und der Versöhnung pflegt und mit neuen Projekten erfüllt“, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Weber . „Mit einem friedlichen und bunten Fest der Kulturen können wir zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Münsteraner deren verengte und eindimensionale Weltsicht nicht mitträgt“, so ÖDP-Ratsherr Franz Pohlmann. „Als SPD demonstrieren wir gemeinsam mit Gewerkschaften, Integrationsrat, Vertretern von Kirchen und Religionsgemeinschaften, Kaufleuten, anderen Parteien und sicherlich vielen Bürgern gegen die Parolen und den Nationalismus der AfD “, betont die SPD. Die Linke appelliert, sich „massiv“ an den Protesten gegen Rassismus und Nationalismus der AfD zu beteiligen.

Viele Vereine und Bündnisse wollen teilnehmen

Der AStA der Universität Münster unterstreicht: „Die Stadt Münster ist unser Campus, wir kämpfen für ein offenes, friedliches und buntes Hochschulumfeld und studentisches Stadtleben.“ Die Bezirkschülervertretung will ebenfalls teilnehmen, „denn wir erheben unsere Stimmen gegen die rechtspopulistische Partei und ihre diskriminierenden Ansichten“.

Schließlich wendet sich auch das münsterische Bündnis „Frauen gegen die AfD!“ gegen den AfD-Empfang. „Die AfD ist keine normale Partei. Sie ist ein Sammelbecken rassistischen, demokratiefeindlichen und sexistischen Gedankenguts. Sie will Frauen das Recht verweigern, über ihre Körper selbst bestimmen zu dürfen. Sie will Homo- und Transsexuellen wesentliche Rechte vorenthalten und bestreitet deren Diskriminierung.“ Zahlreiche Frauen haben das Statement gegen die AfD unterzeichnet – von der Arbeitsgruppe Frauengeschichte Münster über die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Münster bis zur Juso-Hochschulgruppe.

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