Neuer Feuerwehrchef
Zurück in die Zukunft

Münster -

Münsters neuer Feuerwehrchef Gottfried Wingler-Scholz fühlt sich am neuen Dienstort „sehr willkommen“. Eines seiner wichtigsten Vorhaben wird der Bau einer dritten Wache für die Berufsfeuerwehr sein.

Samstag, 25.03.2017, 13:03 Uhr

Gottfried Wingler-Scholz hat im März die Führung der Feuerwehr Münster übernommen. Die Fahrzeuge seien in einem technisch guten Zustand, gibt er ein beruhigendes Signal an die Stadt. „Wobei wird sicherlich irgendwann über einzelne Fahrzeuge reden müssen“, sagt der 43-Jährige.
Gottfried Wingler-Scholz hat im März die Führung der Feuerwehr Münster übernommen. Die Fahrzeuge seien in einem technisch guten Zustand, gibt er ein beruhigendes Signal an die Stadt. „Wobei wird sicherlich irgendwann über einzelne Fahrzeuge reden müssen“, sagt der 43-Jährige. Foto: hpe

Natürlich die Feuerwache 3. Der Bau einer neuen Wache am Merkureck in Hiltrup brennt den Feuerwehrmännern seit Jahren unter den Nägeln. Die Baukosten werden entscheidend sein, ob die langen Überlegungen irgendwann mal Realität werden. Münsters neuer Feuerwehrchef Gottfried Wingler-Scholz will das heiße Thema weiter vorantreiben. „Wir haben eine funktionierende Wache in Hiltrup, aber nicht das Optimum“, hofft Wingler-Scholz, der den Dauerbrenner Feuerwache 3 von seinem Vorgänger Benno Fritzen geerbt hat, auf einen Durchbruch in naher Zukunft. „Den Zeitpunkt kann ich nicht benennen. Dafür läuft das Projekt zu lange“, sagt Wingler-Scholz.

Seit knapp einem Monat ist der neue Leiter der Feuerwehr Münster im Amt. „Ich fühle mich hier sehr willkommen“, sagt der 43-jährige Diplom-Ingenieur der Sicherheitswissenschaften, der seit dem Jahr 2010 stellvertretender Leiter der Berufsfeuerwehr in Bochum war. In Münster ist er der Chef von 320 hauptamtlichen Feuerwehrmännern und 650 freiwilligen Kräften in den Löschzügen.

Zurück in die Zukunft: Der Ruf aus der alten Heimat hatte ihn gelockt. Aufgewachsen in Altenberge, wo er im Jahr 1985 in die Jugendfeuerwehr eintrat, war der Kontakt auch nach Münster nie abgebrochen. „Nach 16 Jahren in Bochum freue ich mich auf den Neuanfang und auf neue Gesichter“, sagt Wingler-Scholz.

Viele Gespräche führt er in diesen Tagen, um die Mitarbeiter besser kennenzulernen und die Schwerpunkte herauszukristallisieren. Die Förderung des Ehrenamtes innerhalb der Feuerwehr ist ihm wichtig. Personalentwicklungskonzepte will er neu erstellen. „Generell sieht die Bewerberlage in Münster gut aus“, sagt er. Zehn neue Feuerwehrleute sollen zu Oktober bei der Berufsfeuerwehr eingestellt werden.

Privat pendelt Wingler-Scholz täglich mit dem Auto von Castrop-Rauxel nach Münster. „Gut eine Stunde braucht man“, sagt er. Bald zieht er mit seiner Lebensgefährtin nach Gremmendorf.

Als Wingler-Scholz am späten Nachmittag zur zukünftigen Wohnung wollte, benötigte er von der Feuerwache 1 am York-Ring eine Dreiviertelstunde im innerstädtischen Feierabendverkehr. Was ihn direkt zu der Frage nach den Belangen der Feuerwehr in der rasant wachsenden Stadt Münster brachte. Wenn der Verkehr stockt, benötigt die Wehr vielleicht eine eigene Spur, so wie in den Staaten. „Das kann die Busspur sein“, sagt Wingler-Scholz.

Der neue Mann ist davon überzeugt, dass Veränderungen auf die Feuerwehren zukommen. Münster spricht von einem neuen Stadtteile, wie verändern sich die anderen? Firmen werden sich ansiedeln. Das wird Folgen für die Feuerwehr haben, sie wird ihre Standorte hinterfragen, um die Stadtentwicklung abdecken zu können, sagt Wingler-Scholz. „Die Feuerwehr wird sich verändern müssen, um ihre Aufgaben zukunftsorientiert erfüllen zu können.“

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