Grevener Straße und Kanalstraße
Baustellen verstärkten Verkehrschaos

Münster -

Das Verkehrschaos nach dem Autobahnunfall wurde im Norden der Stadt noch durch drei Baustellen auf wichtigen Einfallstraßen verstärkt.

Dienstag, 04.04.2017, 20:04 Uhr

Gleich drei Baustellen sorgen derzeit auf Haupteinfallstraßen im Norden – wie hier an der Kanalstraße – für Behinderungen.
Gleich drei Baustellen sorgen derzeit auf Haupteinfallstraßen im Norden – wie hier an der Kanalstraße – für Behinderungen. Foto: kaj

Mehrere Baustellen auf wichtigen Pendlerstraßen im Norden der Stadt haben das Chaos nach dem Unfall noch verstärkt. Für Autofahrer, die auf der Grevener Straße in Richtung Innenstadt unterwegs waren, gab es praktische keine Alternativen zu den verstopften Straßen. „Es war einfach überall voll“, so Polizei-Sprecherin Angela Lüttmann .

Teilweise keine Alternativen

So ist zurzeit die Kanalstraße stadteinwärts gesperrt. Zwischen Einmündung in die Grevener Straße und Bröderichweg stehen Asphaltarbeiten an, die voraussichtlich bis zum Freitag (7. April) andauern werden, wie das Tiefbauamt berichtet. Autofahrer Richtung Innenstadt sollten bis dahin über die Grevener Straße und den Bröderichweg fahren – doch auch dort gab es zwischen Montagnachmittag und Dienstagvormittag kaum ein Durchkommen – weil auf der Grevener Straße zwischen Am Burloh und Westhoffstraße ebenfalls gebaut wird und der Verkehr stadteinwärts nur einspurig fließt.

Auch hier sollen die Arbeiten bis Freitag laufen. Damit nicht genug: Im weiteren Verlauf der Grevener Straße, zwischen Nienkamp und Meßkamp, verläuft der Verkehr wegen einer dritten Baustelle ebenfalls einspurig – mindestens bis Juli.

Drei Baustellen im Norden der Stadt

Drei Baustellen im Norden der Stadt

Kommentar

Unfall belegt Notwendigkeit der Umgehungsstraße: Die Achse im Osten fehlt

Nerviger Stau: Doppelschlag

...

Positive Erfahrungen mit „spurweisen Verkehrsführung“

Indem man an den Baustellen Burloh/Westhoffstraße und Kanalstraße parallel baut, könnten die Arbeitsabläufe beschleunigt werden, betont die Stadt. Grundsätzlich hätte es natürlich ein anderes Zeitfenster gegeben, doch eine Verschiebung – selbst in die Osterferien – hätte kaum Vorteile gebracht.

Die Stadt betont zudem, dass die Grevener Straße immerhin weiter in beide Richtungen befahrbar sei. Mit einer solchen „spurweisen Verkehrsführung“ habe das Tiefbauamt in den vergangenen Jahren positive Erfahrungen gemacht. Für die Autofahrer, die in diesem Bereich zwischen Montag und Dienstag feststeckten, dürfte das indes nur ein schwacher Trost sein.

Mehr zum Thema

Stau von Sprakel bis Kinderhaus: Verkehrsader abgebunden

Nach der Vollsperrung der A1: Superstau legt halb Münster lahm

...

 

Zwei Lkw in Unfall auf der A1 verwickelt

1/13
  • Schwerer Unfall auf der A1: Ein Lkw fuhr auf ein Fahrzeug des Landesbetriebs NRW auf.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Titandioxid strömte aus dem umgestürzten Silozug.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Beide Lastwagen blieben quer auf allen drei Spuren der Autobahn in Fahrtrichtung Dortmund liegen.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Die Fahrer wurden von der Feuerwehr aus den zerstörten Fahrzeugkabinen gerettet.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Die A1 wurde zwischen Münster-Nord und Münster-Süd komplett gesperrt.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Die Räumung der Unfallstelle gestaltete sich schwierig. Das Titandioxid musste zunächst in einen anderen Lkw umgepumpt werden, bevor weitere Aufräumarbeiten beginnen konnten.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Bagger kofferten das ölverseuchte Erdreich an der Böschung aus. 

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Aufgrund der Sperrung entwickelte sich ein langer Rückstau auf der Autobahn und ein Verkehrschaos auf den Ausweichstrecken in Münster.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Gegen 21 Uhr bugsierte die Feuerwehr einen Viehtransporter aus Vechta an der Einsatzstelle vorbei, die Tiere hätten sonst auf ein anderes Fahrzeug umgeladen werden müssen. Dafür wäre es erforderlich gewesen, die Autobahn auch in Richtung Norden zu sperren.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Aufgrund der langen Dauer der Sperrung waren mehrere Hilfsorganisationen und das Technische Hilfswerk (THW) im Einsatz, um die stundenlang im Stau stehenden Menschen zu versorgen und zu betreuen. 

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Nach Angaben der Polizei wurden etwa 600 Personen mit Getränken versorgt.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Um 4 Uhr am Dienstagmorgen waren die Lastwagen schließlich geborgen.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Die Polizei konnte am Vormittag einen zweiten Fahrstreifen wieder freigeben.

    Foto: Helmut Etzkorn

 

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4748981?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F87%2F3862662%2F4847779%2F4894303%2F
Nachrichten-Ticker