Pendlerstress
90.000 Berufspendler in Münster: Wer fahren muss, ist gestresst und oft genervt

Viele berufstätige Pendler sind unzufrieden mit der Verkehrssituation in Münster und dementsprechend gestresst. An diesen Stellen drückt unseren Lesern der Schuh:

Mittwoch, 26.04.2017, 17:04 Uhr

Pendlerstress : 90.000 Berufspendler in Münster: Wer fahren muss, ist gestresst und oft genervt
Nicht alltäglich, aber oft: Stop and Go auf der Umgehungsstraße stadtauswärts. Foto: Matthias Ahlke

Offenkundig ist die Verkehrsinfrastruktur im Oberzentrum zu Stoßzeiten überlastet. A43, B54 und die Zufahrtsstraßen nach Münster sind die meistgenannten Probleme unserer Leser. Viele würden gerne aufs Fahrrad umsteigen.

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Pendlerstress im Münsterland: 20 Reaktionen auf den tagtäglichen Berufsverkehr

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  • Titelbild

    Unzufrieden mit der Verkehrssituation in Münster und dementsprechend gestresst vom täglichen Pendeln sind viele Berufstätige, die im Münsterland wohnen und in Münster arbeiten. Offenkundig ist die Verkehrsinfrastruktur im Oberzentrum zu Stoßzeiten überlastet. Verkehrsexperte Prof. Gernot Sieg von der Uni Münster vermisst einen "Masterplan Verkehr". Wir haben unsere Leser gefragt, wo der Schuh drückt – hier einige Antworten:

  • Mail6 melanie

    Meine Strecke führt mich von Hiltrup-West bis zum Zentrum Nord.
    Für diese 10 Kilometer benötige ich jeweils 30 - 45 Minuten! Auf der Strecke von der Hammer Straße durch die Innenstadt am Bahnhof vorbei bis zum Ziel befinden sich 35 Ampeln! Meine Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 22 km pro Stunde. Eine grüne Welle scheint es nicht zu geben.
    Bus und Bahn habe ich ausprobiert. Es ist wesentlich teuer als mit meinem Auto und ich bin auch nicht schneller am Ziel...

    Leserin Melanie Knappe

    Foto: Foto: Matthias Ahlke
  • Mail4 Felix

    Münster ist zwar die „Fahrradhauptstadt“ und das Münsterland das „Fahrradparadies“, ab es gibt hier noch viel zu tun.
    Im Vergleich zu Kopenhagen, Amsterdam, Freiburg, etc. hat Münster dem ÖPNV und dem Fahrradverkehr noch nicht den notwendigen Vorrang eingeräumt. In Münster sollte auf den Nebenstrecken, wo in den meisten Fällen schon eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h besteht, das Fahrrad Vorrang vor dem Individualverkehr haben; d.h. diese Straßen sollten überwiegend als „Fahrradstraßen“ ausgewiesen werden.

    Leser Felix Kötting

    Foto: Foto: Matthias Ahlke
  • Ich wohne seit acht Monaten nicht mehr in Münster. Und das ist gut so. Der Verkehr morgens ist kaum zu ertragen. Als Grund sehe ich, neben langfristiger Fehlplanungen bezüglich des Pendlerzuwachses, vor allem das Unvermögen eine vernünftige Ampelschaltung einzurichten.

    Leser Markus Sasse

  • Mail5 M

    Ich bin vor einem guten halben Jahr auf die Idee gekommen, den Park&Ride Parkplatz am Albersloher Weg (Höhe Baumarkt) zu nutzen. Dort habe ich ein Fahrrad abgestellt und radel nun morgens das letzte Stück.
    Diese Situation nimmt mir jede Menge Stress und lässt den Arbeitsweg besser planen.
    Vielleicht wäre das ja auch eine Lösung für andere Pendler?
    Schön wäre an dieser Stelle jedoch die Möglichkeit einer sicheren Fahrradaufbewahrung. Ein Rad wurde bereits geklaut und mehrere Male wurden meine Räder beschädigt. Das ist natürlich total ärgerlich!

    M. Schlieper

    Foto: Foto: Matthias Ahlke
  • Einen Verbesserungsvorschlag habe ich für die Kreuzung an der Feuerwehr, Grevener Straße/Ecke Ring. Auf der Linksabbiegerspur von Greven aus in Richtung Polizeipräsidium kommen pro Grünphase immer nur 3 PKW oder 1 Bus oder 1 Sattelzug über die Kreuzung. Die Grünphase müsste verlängert oder es müssten zwei Linksabbiegerspuren (dringender sind noch eher zwei Rechtsabbiegerspuren!) eingerichtet werden.

    Leser Gerd Bonke

  • Mail10 Henning

    Ich fahre von Lüdinghausen nach MS. Hier hat sich Fahrrad - Bus S90/S92 - Fahrrad bewährt.
    Um 7:30 ist aber der erste Stau auf der A43, die Weseler Straße ist dank Busspur aber ok - dann Ludgerikreisel. Insgesamt ca. 10-15 Minuten Verspätung.
    Zurück ist es schlechter, da die Weseler Straße halt nur auf einer Seite eine Busspur hat - nicht aber stadtauswärts.

    Leser Dr. Henning Friesicke

    Foto: Foto: Matthias Ahlke
  • Selbst als Münsteranerin benötige ich über die Grevener Straße / weiter Orleans-Ring für einen 6km Arbeitsweg teilweise 30-40 Minuten, je nach Baustellenlage und Uhrzeit.
    Leider ein Unding.

    Leserin Silvia Sobott

  • Mail2 Tony

    Es fehlt nicht nur ein Masterplan Münster Verkehr sondern vor allem auch eine Abstimmung mit den umliegenden Kreisen und Gemeinden. Warum gibt es z.B. kein einziges Park and Ride Angebot aus Richtung Warendorf kommend?
    Oder warum steht der Zug aus Warendorf eine 3/4 Stunde in Münster um dann zurück zu fahren. Er könnte doch in der Zwischenzeit die Gewerbezentren Loddenheide oder Zentrum Nord anfahren.   
    Die zweite Promenade für Radfahrer ist ein guter Ansatz aber vielleicht wäre auch ein Kreis für den Autoverkehr nicht schlecht. Ich sehe jedenfalls nicht wie sich die Anbindung der neuen Wohngebiete in Münster mit dem derzeitigen Konzept lösen lässt.

    Leser Tony Lechler

    Foto: Foto: Matthias Ahlke
  • Ich pendel zwischen Hiltrup und Mecklenbeck. Morgens ist immer Stau am Kappenberger Damm, da wo man nach links auf die Geringhoffstraße abbiegt. Die ganzen Leute die nach Brillux wollen halten auf! Auch die zweite Ampel direkt bei der Einfahrt nach Brillux schaltet dauernd rot. Dadurch 25 Minuten Fahrt.

    Leserin Jessica Wenzel

  • FB7 Christian Foto: Foto: Matthias Ahlke
  • In den Wintermonaten ist die gesamte Verkehrssituation, vor allem aber bei Handorf und auf dem Ring (Ampel Gartenstraße), so gravierend, dass ich auf eine Strecke von 30 km freiwillig einen Umweg von zusätzlich 20 km (!) fahre, um es überhaupt rechtzeitig zur Arbeit zu schaffen. Wenn ich diesen Umweg nicht fahre, dauert meine Fahrt zur Arbeit mehr als eine Stunde.

    Leserin Jeanine Müller-Keuker

  • FB9 Christiane Foto: Foto: Matthias Ahlke
  • FB10 Nilsus Foto: Foto: Matthias Ahlke
  • FB9 Winfried Foto: Foto: Matthias Ahlke

 

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